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Kolumbianer in Hamburg

Hamburg, 28.01.2020. Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt kommen Südamerikanische Pflegekräfte nach Deutschland. Und das nicht erst seit den letzten Initiativen des Bundesgesundheitsministers. In den Augen von südamerikanischen Pflegern ist Deutschland attraktiv. Hier findet man Arbeitsbedingungen, von denen man in Kolumbien nur träumen kann: dreimal soviel Urlaub, die dreifache Bezahlung und ein besserer Personalschlüssel. Beste Voraussetzungen, um das so dringend benötige Pflegepersonal aus Kolumbien zu holen, einem Land, das auf ein anerkanntes Studium zurückgreifen.

Deutschland bietet gute Arbeitsbedingungen

Die Firma TTA besuchte vergangenen Oktober südamerikanische Pflegekräfte in Hamburg. Die Personalvermittlung aus Berlin traf zwei Kolumbianer und zwei Venezolaner. Jhonathan sprach von guten Arbeitsbedingungen in Deutschland. Besonders hob er hervor, dass der Beruf der Pflegekraft besser anerkannt sei als in seinem Heimatland. Es ist aber nicht nur das Geld. Es sind die besseren Arbeitsbedingungen und die Organisation. Er fühlt sich sicher und wohl in seiner neuen Umgebung. Jhonathan hat sich gut eingelebt. Neben ihm sprach die Venezolanerin Lorena über ihren Beruf. Der der menschliche Umgang in der Pflege sei ihr wichtig. Nicht nur das medizinische, sondern die Bedürfnisse der Patienten müsse man berücksichtigen und in den Vordergrund stellen.

Südamerikanische Pflege sind beliebt

Südamerikanische Pflegekräfte kommen gut in Deutschland an. Sie sind sehr beliebt bei den Patienten, da sie einen menschlichen Umgang pflegen, ein Lächeln auf den Lippen haben und zu Scherzen aufgelegt seien. Das Leben sei manchmal schwierig, vor allem wenn man krank sei, so die Venezolanerin Shirley. Da sei es wichtig, dass man den Patienten unterstütze und ihn in seinen Bedürfnissen ernst nehme. Hector, ihr Ehemann, stimmt ihr zu und ergänzt: „dadurch, dass wir mehr Zeit in Deutschland haben, können wir uns mehr um die Patienten kümmern“. Der Patientenschlüssel sei besser als in Venezuela. Ein Land, das über eine hervorragende Ausbildung verfügt.

Professionelle Pflege aus Südamerika

Die vier Pflegekräfte arbeiten in einem Intensivpflegedienst. Ein Hamburger Pflegeunternehmen stellte die vier Pflegekräfte vor mehr als zwei Jahren ein. Die Kolumbianischen Pflegekräfte Jhonathan, Lorena, Shirley und Hector arbeiten seitdem an der Seite von deutschen Intensivpflegern. Die Arbeit mache den vieren Spaß, sie können ihren deutschen Kollegen sogar noch etwas beibringen. „Unser Studium hat uns viel gebracht“, so Hector. Die deutschen Kollegen freuen sich neben der Professionalität vor allem über die Freundlichkeit der nicht mehr ganz so neuen Pflegekräfte. Sie bringen neuen Schwung in die Pflege.

Südamerikanische Pflegekräfte in Niedersachsen

Hannover, 21.01.2020: Die Vermittlung aus Südamerika ist eine Erfolgsgeschichte in Niedersachsen. Seit Januar 2020 arbeiten 17 Pflegekräfte aus Südamerika in Springe, Ganderkesee und Cloppenburg.

Seit langem war eine Betreibergesellschaft aus Bremen auf der Suche nach Pflegekräften. Das Bremer Unternehmen VIT betreibt drei Pflegeeinrichtungen in Niedersachsen: „der Markt ist praktisch leergefegt. Sie bekommen kaum noch Pflegekräfte aus Deutschland“, so der Geschäftsführer Clasen. In Kooperation mit dem Berliner Personalvermittler TTA holten die drei Pflegeeinrichtung insgesamt 17 Pflegekräften, die allesamt in Springe, Ganderkesee und Cloppenburg angekommen sind.

Südamerikanische Pflegekräfte in Niedersachsen

Liebevolle Pflege aus Südamerika

Was zunächst als ein Problem erscheint, muss es nicht unbedingt sein. Es hängt immer ein bisschen von der Perspektive und der Herangehensweise ab. In Ganderkesee sind die kolumbianischen Pflegekräfte beliebt, denn sie bringen etwas mit, was viele Bewohner sehr schätzen: Fürsorge und Freundlichkeit. „Auch wenn das mit der Sprache manchmal schwierig ist, kann man sich mit Händen und Füßen verständigen“, so eine Bewohnerin aus Ganderkesee. Man findet in Kolumbien viel „Herzlichkeit“. Und schon nach kurzer Zeit habe man sich aufeinander eingespielt. Das sei viel wichtiger als die Sprache. Hier stimme die Motivation.

kolumbianische Pflegekraft
kolumbianische Pflegekraft

Kolumbien ist voller Pflegekräfte

Während man in Deutschland verzweifelt nach Pflegekräften sucht, gibt es in Kolumbien eine Vielzahl an Pflegekräften, die sich auf eine Beschäftigung in Deutschland freuen. Die Kolumbianischen Pfleger haben fünf Jahre studiert und sind bestens auf den Berufsalltag in Deutschland vorbereitet. Am Anfang habe man immer den Eindruck, dass es schwierig sei, so Clasen, jedoch habe sich gezeigt, dass sich die Pflegekräfte gut einfügen und eine Verständigung sehr wohl möglich sei. Man wüsste auch das professionelle Niveau zu schätzen. So bestätigen alle Pflegeeinrichtungen ein sehr gutes Verständnis von Pflege in Kolumbien und anderen Teilen Südamerikas. Einige Altenpflegerinnen können sogar noch etwas von den Südamerikanern lernen. Die Pflegeeinrichtung zeigt sich demnach sehr zufrieden und kann sich auch in Zukunft vorstellen, auf die Dienste südamerikanische Pflegekräfte zurückzugreifen.

Alltag von südamerikanischen Pflegekräften in Deutschland

Berlin, 15.11.2019. TTA machte sich im Oktober auf den Weg durch Deutschland, um Pflegekräfte aus Südamerika zu interviewen. Neben den Pflegekräften kamen der Geschäftsführer einer Pflegeeinrichtung und der Leiter eines Dialysezentrums zu Wort.

„Es war uns wichtig, ein realistisches Bild von südamerikanischen Pflegekräften zu erhalten“, so der deutsche Geschäftsführer von TTA, Oliver Nordt. Mit diesem Anspruch reiste das Unternehmen durch Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Sachsen und Berlin. Der Personaldienstleister besuchte die von ihm vermittelten Pflegekräfte in stationären Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Dialysezentren. Vicente Milán, der spanische Part von TTA betonte: „Wir möchten ein gutes Matching erzielen. Uns ist wichtig, dass die Erwartungshaltung auf beiden Seiten stimmt. Das ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Personalvermittlung„.

TTA – Alltag von südamerikanischen Pflegekräften in Deutschland

Pflegekräfte aus dem Ausland dringend gesucht

TTA wurde von einem Kamerateam begleitet und reiste eine Woche quer durch Deutschland. „Nachdem wir mehr als 20 Pflegekräfte und zwei Geschäftsführer interviewt haben, können wir uns eine gute Vorstellung von der Vermittlung aus Südamerika machen“, so Oliver Nordt. „Was wir vorgefunden haben, hat uns nicht nur überrascht, sondern zeigt auch, dass sich unsere Arbeit lohnt“. Die beiden Geschäftsführer können zufrieden sein, denn die Reaktion der Pflegekräfte war durchweg positiv. „Ich denke, wir leisten einen wertvollen Beitrag zur Entspannung der Pflegesituation in Deutschland“. Auf politischer Seite zeigten die letzten Initiativen des Bundesgesundheitsministers, dass Mexiko und Südamerika auf der Agenda von Jens Spahn stehen. Neben Mexiko gibt es mehrere Länder in Nord-, Zentral- und Südamerika, die Pflegekräfte auf einem hohen Niveau ausbilden. Was in Deutschland eine Ausbildung ist, wird in Südamerika studiert: „Das Studium der Pflegewissenschaften dauert in Kolumbien fünf Jahre“, so Vicente Milán.

Pflegekräfte aus Südamerika im Pflegeheim

Pflegekräfte aus Südamerika in Deutschland anerkannt

Die Pflegekräfte sind hervorragend vorbereitet und verfügen über ein anerkanntes Studium in Deutschland. Das weiß auch Jens Spahn. Die Anerkennungsstellen sind daher angehalten, die Prozesse zu beschleunigen, um einen problemlosen Einstieg in den deutschen Pflegealltag zu schaffen. Der Pflegenotstand hat sich in den letzten Jahren verschärft. Der private Pflegeverband bpa geht schon jetzt von einer Lücke von mehr als 20.000 Pflegekräften aus, Tendenz steigend. Nur durch eine gezielte Zuwanderung aus Drittstaaten könne man den Bedarf an Pflegekräften sicherstellen. Der Leiter eines Dialysezentrum spricht gar von dramatischen Zuständen, wenn man die Zuwanderung von Pflegekräften nicht „forcieren“ würde. „Die Vermittlung aus Südamerika sei ein sinnvoller Baustein zur Entspannung der Pflegesituation in Deutschland, so Oliver Nordt. In Südamerika findet man neben einem hohen Ausbildungsstandard eine große Bereitschaft, nach Deutschland auszuwandern. Der Personaldienstleister TTA rekrutiert seit mehr als drei Jahren aus Kolumbien. „Hier passt die Qualität und die Motivation“, fügt Vicente Milán hinzu.

Juliana mit Bewohnerin

Die erste Station von TTA führte nach Niedersachsen: Dort wurde Adrián Camilo interviewt, der bereits seit sechs Monaten in Deutschland und zufrieden mit seinem neuen Job sei. Er fühle sich wohl in seiner neuen Umgebung. Das macht er an den Arbeitsbedingungen seines Arbeitgebers und an einem sicheren Umfeld fest. Deutschland kommt gut bei südamerikanischen Pflegekräften an. Und Südamerika kommt gut bei den Patienten an. Es sei das Lächeln und die Herzlichkeit, mit der die Pfleger und Pflegerinnen bei den Bewohnern punkten. Die deutsche Sprache sei zwar eine Hürde, die sich aber im Berufsalltag als weniger problematisch herausstelle als gedacht, so die Einschätzung von Herrn Clasen, Leiter mehrerer Pflegeeinrichtung in Niedersachsen.

Eine gute Perspektive für die Pflegekräfte

Auch in Hamburg wissen die Pflegekräfte Positives zu berichten. Der Krankenpfleger Jhonathan Torres freut sich über die deutliche Verbesserung seiner Arbeits- und Lebensbedingungen. Er habe eine größere Unterstützung von seinem Arbeitgeber und mehr Urlaubstage. Ob er sich vorstellen könne, wieder zurückzukehren? „Nein“, so Torres, „es geht mir in Deutschland viel besser als in Kolumbien“. Zudem könne er Geld nach Hause schicken und seine Familie in unterstützen. Das ist nicht nur ihm, sondern den meisten Kolumbianern wichtig. Nicht nur, dass es Ihnen besser geht, sondern auch ihren Familien in Kolumbien. Manche reisen gleich mit der ganzen Familie an, so wie die verheirateten Krankenpfleger Héctor und Shirley Gil, die ihren Sohn mitgebracht haben. „Deutschland eröffnet uns eine stabile Zukunft und mit dem Gehalt von zwei Krankenpflegern leben wir sehr gut, unser Sohn spricht schon besser als wir“.

Juliana in Niedersachsen

Von vielen Pflegekräften wird der Aspekt der Sprache erwähnt und dass es anfänglich schwer sei. Die kolumbianische Altenpflegerin Diana Garay berichtet von ihren Erfahrungen in Sachsen und von ihren Startschwierigkeiten. Es lohne sich aber, da man sich nach kurzer Zeit im Berufsalltag zurechtfinde. Auch privat habe sie Anschluss gefunden. Sie habe neue Freunde, gehe mit ihnen Essen, ins Kino oder Bowlen. Nach einem Jahr zieht sie eine durchweg positive Bilanz. Es habe sich gelohnt, sie sei nicht nur zufrieden, sondern „glücklich“.

Was die fachliche Qualifikation anbelangt, seien die Kolumbianer über jeden Zweifel erhaben. Das fünfjährige Studium führe zu einer Expertise, wie man sie nur selten bei deutschen Pflegekräften finde, so der Leiter des Dialysezentrums in Berlin-Hohenschönhausen. Wenn es fachlich stimmt und auch von der Motivation, dann spricht vieles für eine Personalvermittlung aus Südamerika. Das nächste Flugticket Richtung Bogotá sei schon gebucht. Vicente Milán geht noch von vielen Reisen aus. So schnell würde sich die Situation in Deutschland nicht entspannen.

Pflegerinnen aus Südamerika in Bayern angekommen

Vermittlung von Pflegekräften aus Kolumbien

Lenggries, 05.04.2019: Die Fachklinik Lenggries für geriatrische Rehabilitation darf ab sofort drei Pflegekräfte aus Südamerika begrüßen. Die Pflegekräfte kommen aus Mexiko, Peru und Venezuela und haben ihren Dienst Anfang April angetreten. Für die Fachklinik bedeutet das eine enorme Erleichterung. In der Vergangenheit haben die Betreiber der Klinik bereits Erfahrung in der Gewinnung von Pflegepersonal gemacht, denn sie betreiben neben der Fachklinik in Lenggries auch eine Klinik in Bad Aibling. „In den letzten Jahren bekommt man praktisch kaum noch examinierte Pflegekräfte“, so der Geschäftsführer Netzer. Und selbst im europäischen Ausland wird es immer schwerer. Auf der Suche nach Alternativen ist man auf Südamerika aufmerksam geworden. Dort gibt es gut ausgebildetes Personal, das Lust auf eine Tätigkeit in Deutschland hat. Genau das, was die Fachklinik in Lenggries benötigt: Anerkannte Pflegekräfte. „Es stimmt auch kulturell“. Die Pflegerinnen kommen aus einer katholischen Kultur wie in Bayern. „Das passt schon“, so Netzer. Die ersten Kommunikationsprobleme sind schnell überwunden. Die Pflegekräfte können sich schon nach einer Woche Weißwürste bestellen. „Es macht Spaß“, sagt die mexikanische Pflegefachkraft Paloma de la Paz. Die Frau aus Peru fügt hinzu: „Mir gefällt die Art und Weise, wie in Deutschland gearbeitet wird. Alles hat seine Ordnung“. Yeimy, die Pflegerin aus Venezuela ist darüber hinaus froh, aus ihrem Heimatland ausgewandert zu sein: „Die Situation in Caracas wird immer schlechter. Wir sind gut ausgebildet, haben aber kaum noch Möglichkeiten, vernünftig zu arbeiten“. Was alle drei vereint, ist die gemeinsame Muttersprache. Es finden sich schnell Gesprächsthemen und Vergleiche zwischen Südamerika und Deutschland. „Wir lachen sehr viel und nehmen viele Dinge nicht so ernst wie in Deutschland, finden aber, dass man in Deutschland sehr gut arbeitet“, sagt Rocío. Paloma de la Paz fügt hinzu: „Ich finde, wir müssen eine gute Mischung zwischen Lebensfreude und guter Arbeit hinbekommen“.

„Genau um die gute Mischung geht es“, so Netzer, was die drei bestätigen. Ein großes Plus ist die Freundlichkeit und die Herzlichkeit. „Sie werden gut von den Patienten angenommen, Sprache ist nicht alles“. Am Ende des Tages kommt es darauf an, dass sie gut arbeiten. Das garantiert die hervorragende Ausbildung in Südamerika. Alle drei Pflegekräfte haben fünf Jahre lang Pflegewissenschaften studiert und verfügen über jahrelange Berufserfahrung. Dieser Horizont hilft ihnen, sich in Deutschland zurechtzufinden. Die akademische Bildung hilft ihnen, die deutsche Pflegedokumentation zu verstehen und strukturiert zu arbeiten. Das ist ein echter Gewinn für die Fachklinik. Herr Netzer freut sich schon auf die verbleibenden drei Pflegekräfte. Zwei weitere werden aus Kolumbien und eine aus Chile kommen. Beide Länder verfügen über ähnlich gute Studiengänge der Pflegewissenschaften wie in Mexiko, Peru und Venezuela.

Die Personalvermittlung von TTA hat diesen Prozess möglich gemacht. „Wir sind seit mehreren Jahren am Markt“, so der spanische Geschäftsführer Vicente Milán, „und haben gute Erfahrung in der Vermittlung von Pflegekräften aus Südamerika gesammelt“. Den Pflegekräften geht es gut und deutsche Pflegeeinrichtungen erhalten freundliches und kompetentes Personal, das in Deutschland anerkannt ist. Hinzu kommt die Begeisterung in Südamerika. „Bei unserem letzten Besuch in Bogotá trafen wir auf mehrere Hundert Pflegekräfte, von denen wir die ersten 50 bereits nach Deutschland vermittelt haben. Und es werden mehr kommen, so der deutsche Part von TTA, Oliver Nordt. „Wir bekommen ein sehr hohes Matching zwischen der deutschen Pflegelandschaft und der Erwartungshaltung in Südamerika hin“. Die Personalvermittlung aus Südamerika nach Deutschland funktioniert sehr gut.

TTA – Südamerikanische Altenpfleger in Deutschland

Vermittlung von Pflegekräften aus KolumbienBerlin, 28.03.2019. Die Personalnot in der Pflege ist groß. Seit Jahren suchen Altenheime und Pflegeeinrichtungen händeringend nach Personal. Kann man in größeren Städten seinen Personalbedarf noch einigermaßen decken, fällt es ländlichen Pflegeeinrichtungen immer schwerer, Pflegekräfte mit der Ausrichtung Geriatrie und Altenpflege zu finden. Dort, so Frau Schmidt, die Leiterin einer Pflegeeinrichtung in Niedersachsen, kommen schon seit Jahren keine Bewerbungen mehr rein. Sie versuchte es mit Prämien für die Stammbelegschaft in Höhe von 1.000,00 EUR für jede erfolgreiche Vermittlung einer Altenpflegerin. Diese Bemühungen blieben erfolglos, so wie die Bemühung, über Personalvermittler geeignetes Personal zu bekommen: Frau Schmidt: „meistens war es so, dass entweder niemand kam, oder derjenige, der kam, in letzter Minute abgesprungen ist“. Über die Vermittlung von Seiten der Arbeitsagentur weiß Frau Schmidt auch nichts Besseres zu berichten: „da kommt so wie so niemand“. Durch ein befreundetes Unternehmen aus Bremen erfuhr sie dann, dass man Personal auch aus dem Ausland rekrutieren kann. Zunächst viel es ihr schwer, zu glauben, dass man überhaupt noch Altenpfleger findet, wo doch der Markt „in den letzten Jahren nahezu leergefegt“ ist. Umso überraschender war für Sie die Ankunft von südamerikanischen Altenpflegerinnen in Niedersachsen.

Altenpfleger aus dem Ausland

Vor einem halben Jahr beauftragte das befreundete Pflegeunternehmen den Dienstleister TTA mit der Vermittlung von Pflegekräften aus Südamerika.  Für die Seniorenresidenzen in der Nähe von Bremen und Hannover wurden insgesamt 17 Pflegekräfte bestellt. Bereits im Januar 2019 sind die ersten drei Pflegekräfte aus Kolumbien angekommen und weitere folgen. Der Leiter der Pflegeeinrichtung in Springe, Herr Meyer, zeigt sich begeistert: „Die Pflegekräfte sind engagiert und lernen sehr schnell Deutsch, sehr viel schneller als ich gedacht habe“. Neben Kolumbien kommen die Altenpflegerinnen aus Chile, Mexiko und Venezuela. Der Personalvermittler Vicente Milán hat schon vor mehreren Jahren Kontakt nach Südamerika aufgebaut. Es sind Kontakte, die sich nun auszahlen und sich weiter auszahlen werden: „In Südamerika genießt Deutschland einen hervorragenden Ruf. Es gelingt, die südamerikanischen Pflegekräfte für eine Tätigkeit in deutschen Pflegeeinrichtungen zu begeistern.“ Oliver Nordt, der deutsche Part der Personalvermittlung von TTA fügt hinzu: „Wir haben sehr gute Erfahrung mit der Vermittlung aus Südamerika gemacht.“ Die Pflegekräfte verfügen über anerkennungsfähige Berufsabschlüsse. „Wir haben eine sehr hohe Anerkennungsquote und können die Einreise nach nur drei Monaten organisieren. Somit können wir den Pflegeeinrichtungen sehr schnell weiterhelfen.“. Herr Meyer bestätigt, dass die Pflegekräfte nun doch schneller da seien als erwartet. Mittlerweile lernen Adrian, Camila und Sofia fleißig Deutsch und verstehen auch schon den einen oder anderen Scherz auf Deutsch. Die Südamerikaner kommen gut bei den Bewohnern der Pflegeeinrichtungen an. „Sie bringen Leben und Lebensfreude in die Einrichtungen“, so Meyer. Sofia, eine andere Kolumbianerin, sagte: „wir haben uns gut eingelebt.“ Sie freut sich, in Deutschland eine langfristige Perspektive gefunden zu haben.

Altenpfleger Kolumbien

Der Personalvermittler Milán berichtet von einem sehr großen Potenzial in Südamerika: „Das sind erst die ersten, weitere werden folgen und wenn ich mir die Begeisterung in Kolumbien anschaue, dann können so manche deutsche Pflegeeinrichtungen ihre Personallücken in der Altenpflege füllen“. Es dauert nur drei Monate bis zur Ankunft und die ersten Sprachschwierigkeiten sind schnell überwunden. Für Anfang April werden die nächsten vier Altenpflegerinnen am Flughafen Hannover erwartet. Die Vermittlung von südamerikanischen Altenpflegern klappt auch in anderen Bundesländern hervorragend: „War arbeiten mit Sachsen-Anhalt, Bayern, Berlin, Hamburg und Baden-Württemberg zusammen, um nur einige zu nennen“, so der Personalvermittler Nordt. In Berlin sind bereits zehn Pflegekräfte angekommen und für das laufende Jahr werden weitere 30 Pflegekräfte aus Kolumbien und Venezuela erwartet.

Bis 2025 fehlen 100.000 Pflegekräfte

Vermittlung von Pflegekräften aus Kolumbien
Berlin, den 16.05.2018: aus Anlass des Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 6. bis 8. Juni 2018 in Berlin wurde der neue Krankenhaus Rating Report 2018 vorgestellt: Bis 2025 fehlen demnach über 100.000 Pflegefachkräfte. Ein Problem, das sich nicht nur auf die Pflege in den ländlichen Bereichen auswirken wird. Schon jetzt wird selbst in den Ballungszentren ein zunehmender Fachkräftemangel in der Pflege sichtbar. Große Klinikkonzerne wie Vivantes in Berlin können schon jetzt kaum noch Vakanzen besetzen.

So werden bis zum Jahr 2025 in Deutschland 80.000 zusätzliche Fachkräfte in der Altenpflege und 30.000 zusätzliche Gesundheits- und Krankenpfleger erforderlich, um den Status quo in der Pflege von 2016 zu gewährleisten. Das heißt, die Pflege zumindest auf dem derzeitigen Mangelniveau von 2018 aufrechtzuerhalten. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der Krankenhaus Rating Report 2018, der am 7. Juni auf dem Hauptstadtkongress der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Der Report des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung hat in diesem Jahr als besonderen Schwerpunkt analysiert, wie bei Fortschreibung der heute vorherrschenden Angebotsstrukturen die wachsende Zahl an Patienten im nächsten Jahrzehnt weiterhin auf dem heutigen Niveau versorgt werden kann.

Medizinisches Personal aus SüdamerikaDer Fachkräftemangel, so betonen die Autoren des Reportes, werde somit zur größten Herausforderung für die Gesundheitswirtschaft. Deshalb werde effizienter Einsatz der knappen Ressource Personal immer wichtiger, zum Beispiel über arbeitssparende Innovationen und mehr interprofessionelle Zusammenarbeit und über die Gewinnung von ausländischen Pflegepersonals – anderenfalls drohe eine Rationierung bzw. Reduzierung von Leistungen in der Gesundheitswirtschaft und in der Versorgung von Patienten.

Die RWI-Autoren kritisieren aus diesem Grund die von der Bundesregierung geplante Herausnahme der Pflegekosten aus den Fallpauschalen der Krankenhausvergütung. Denn gerade neue akademische Ausbildungsberufe in der Pflege würden dadurch benachteiligt: Es sei unklar, wohin künftig beispielsweise neue Berufsbilder wie der Physician Assistant, ein Arztassistent mit Bachelorabschluss, oder die „Clinical nurse“ gehören würde – oder Robotikassistenz. Einer dringend notwenigen Neujustierung der Aufgabenverteilung zwischen den Gesundheitsberufen drohe damit bereits wieder das Aus.

Über das Schwerpunktthema der Pflegefachkräfte hinaus liefert der Krankenhaus Rating Report im fünfzehnten Jahr empirisch abgesicherte Erkenntnisse über die Entwicklung des Krankenhausmarkts. Als Grundlage für den diesjährigen Report dienten rund 500 Jahresabschlüsse von etwa 900 Krankenhäusern.

Unter dem Titel „Krankenhaus Rating Report 2018: Personal – Krankenhäuser zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, Dr. Sebastian Krolop, MSc, Partner und Industry Lead Life Sciences and Health Care der Deloitte, Dr. Andrea Grebe, MPH, Vorsitzende der Geschäftsführung der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, und Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG.

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

Neben der Optimierung von krankenhausinternen Ressourcen muss die gezielte Anwerbung von Pflegefachkräften aus dem Ausland das Ziel von langfristige Personalplanung werden. Viele zu wenige werde die Anwerbung aus Drittstaaten beachtet. Viel zu wenig werde auch beachtet, dass sich Deutschland besser aufstellen müsse, um im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu werden gegenüber den USA, Kanada, Frankreich und den skandinavischen Ländern. Da der europäische Markt an Pflegefachkräften nahezu leer ist, müssen Strategien zur Anwerbung aus Drittstaaten erfolgen wie es bereits der Personaldienstleister TTA tut: Die Personalvermittlung von südamerikanischen Pflegekräften und die Ärztevermittlung nach Deutschland

TTA holt kolumbianische Pflegekräfte

Vermittlung von Pflegekräften aus KolumbienBogotá und Berlin, 26.01.2018. Vicente Milán und Oliver Nordt haben sich in Bogotá vorgestellt und kolumbianische und venezolanische Pflegekräfte kennen gelernt. Die Geschäftsführer des Personaldienstleisters TTA haben mehr als 30 Arbeitsverträge verteilt und sind dabei auf eine große Begeisterung gestoßen. Mehr als hundert Pflegekräfte informierten sich über die Arbeit als Pflegefachkraft in deutschen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Die Arbeitsbedingungen in der Bundesrepublik werden als attraktiv wahrgenommen. Man kann in Deutschland mehr als das Doppelte verdienen und hat einen geringeren Patientenschlüssel. Diese Tatsache „drückt sich in Motivation aus“, so der deutsche Part von TTA, Oliver Nordt. Die Professionalität und Motivation der kolumbianischen Pflegekräfte sei der entscheidende Faktor bei der Personalvermittlung.

Nicht nur, dass die Pflegekräfte sehr motiviert sind, sie verfügen auch über eine hervorragende Ausbildung. In Venezuela und Kolumbien beispielsweise ist der Beruf des Krankenpflegers an ein Studium geknüpft. Kolumbianische Pflegekräfte haben vier bis fünf Jahre Pflegewissenschaften studiert. Sie seien hervorragend auf den Alltag in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser vorbereitet, so Vicente Milán. In Deutschland angekommen, erhalten die Pflegekräfte nach Erlangung der Sprachkompetenz B2 die Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpfleger, eine Tatsache, die die Pflegekräfte interessant für deutsche Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser macht. Das fachliche Niveau, so Vicente Milán, „ist auf deutschem Standard“, wenn nicht sogar besser. Das vier- bis fünfjährige Studium der Pflegewissenschaften wird in Deutschland anerkannt.