TTA – Neue Pflegekräfte aus Südamerika

cropped-logo-tt2.pngBerlin, 11.10.2017. In Südamerika, insbesondere in Venezuela und Kolumbien genießt Deutschland einen exzellenten Ruf. Es gilt als Hochtechnologie-Standort mit einem sehr hohen Lebensstandard. In Deutschland, so das Bild, habe man es durch Fleiß und Disziplin zu einem Wohlstand gebracht, von dem man in Kolumbien oder Venezuela nur träumen kann. Dieser Ruf sorgt für einen Boom in Südamerika. Vor allem südamerikanische Pflegekräfte interessiere sich für eine Beschäftigung in deutschen Pflegeeinrichtungen, da die Arbeitsbedingungen im heimischen Bogotá als eher schlecht wahrgenommen werden. Bei einer hohen Arbeitsbelastung und sehr hohen Studiengebühren beträgt der monatliche Lohn gerade einmal 350 bis 500 EUR. Die Arbeitsbedingungen in Deutschland werden als nahezu paradiesisch wahrgenommen. Daher verzeichnen deutsche Sprachschulen einen hohen Zulauf an Pflegekräften, die sich auf eine Beschäftigung in Deutschland vorbereiten.

Pflegekräfte Südamerika

Diese Pflegekräfte sind ein Gewinn für Deutschland. Seit Jahren ist die Situation am deutschen Pflegemarkt angespannt. Bis vor zwei Jahren gelang noch die Gewinnung von europäischen Pflegekräften nach Deutschland. Jedoch ist der Markt leergefegt. Es kommen nur noch sehr wenige Pflegekräfte und die wenigen, die kommen, gehen meist nicht dorthin, wo sie benötigt werden. So bleiben viele Stellenangebote ohne Resonanz. Heimleiter, Personalverantwortliche von Pflegediensten oder Rehabilitationskliniken können die Stellen in der Pflege nicht mehr besetzen. In der Intensivpflege muss man Patienten ablehnen, weil man die Schichten nicht besetzen kann. Ein Umstand, der sich noch verschlechtern dürfte, wenn man die demographische Entwicklung in Deutschland betrachtet. Hinzu kommt eine nicht abreißende Konjunktur. Mit einer Beschäftigungsquote von mehr als 75% der aktiven Bevölkerung (aktive oder Erwerbsbevölkerung bezeichnet die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Menschen zwischen dem 16. und dem 65. Lebensjahr) können sich die Bewerber aussuchen, wo, wann und zu welchen Konditionen sie arbeiten möchten. Zum Vergleich: in Spanien arbeiten gerade einmal 42% der aktiven Bevölkerung. Der Beschäftigungssegen ist zugleich ein Problem für Beschäftigungssektoren wie im Gesundheitsbereich. Dort gab es schon vor dem Beschäftigungsboom Probleme, Fachkräfte zu gewinnen. Die letzten Arbeitsmarktzahlen haben dieses Problem noch verschärft.

Als Ausweg bleiben Werbekampagnen, aufwendige Stellenanzeigen und Besuche in den örtlichen Schulen, um für den Beruf in der Pflege zu begeistern. Dort müssen die Geschäftsführer und Pflegedienstleitungen den Schülerinnen und Schülern erklären, warum sich ein Beruf in der Pflege lohnt. Unabhängig von der Tatsache, ob es ihnen gelingen wird oder nicht, spricht die Statistik gegen die gut gemeinten Initiativen, denn immer weniger junge Menschen stehen einer immer älter werdenden Bevölkerung gegenüber, die sich hauptsächlich im ländlichen Bereich befindet. Dort, woraus die Jugendlichen zunehmend wegziehen. Nicht nur, dass die Pflegebedürftigkeit vor allem auf dem Land zunimmt, sondern auch die Tatsache, dass immer mehr junge Leute das Land in Richtung Großstadt verlassen, sorgt für einen Mangel an medizinischem Personal. Auf dem deutschen Pflegemarkt sind Pflegekräfte rar geworden. Und da es sich nicht nur um ein perspektivisches Problem, sondern bereits um einen akuten Mangel handelt, müssen Vorschläge auf den Tisch: Hier kommen die Pflegekräfte aus Südamerika ins Spiel. Sie genießen einen sehr hohen Ausbildungsstandard. Pflege wird in Südamerika in vier- bis fünfjährigen Studiengängen studiert. Diese Abschlüsse werden in Deutschland anerkannt, so dass als einzige Hürde die Sprache bleibt. Hierfür sitzen die südamerikanischen Pflegekräfte in Klassen, um Deutsch zu lernen. Die ersten Pflegekräfte arbeiten bereits in Deutschland und die nächsten folgen. Der Personalvermittler Vicente Milán geht in den nächsten Jahren von einer deutlichen Steigung aus. Auch wenn einige Pflegeeinrichtungen noch zögern, diesen Schritt zu gehen, zeigt die Tendenz eindeutig in Richtung Südamerika, insbesondere in Richtung Kolumbien, Peru und Venezuela. Hier liegen anerkennungsfähige Berufstitel vor, einUmstand, auf den man in kaum einem anderen Drittstaat treffen dürfte.

 

TTA – Südamerikanische Pflegekräfte nach Deutschland

Krankenhaus SchweizBerlin, 30.11.2016: Die Personalsituation in deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen hat sich in den letzten Jahren nicht verbessert. Es werden Pflegekräfte benötigt. Bis zu 30.000 Stellenangebote bleiben unbeantwortet. Vor allem in den ländlichen Gebieten fällt es schwer, motiviertes Pflegepersonal zu finden. Und Besserung ist nicht in Sicht. Die fehlenden Fachkräfte kamen noch bis vor kurzem aus dem europäischen Raum, vor allem aus den südeuropäischen Ländern wie Spanien, Italien, Griechenland oder aus Serbien, Kroatien und Bosnien Herzegowina. Jedoch fällt es auch aus diesen Ländern immer schwerer, Pflegefachkräfte zu finden. Die Märkte scheinen gesättigt zu sein. Für eine nachhaltige Anwerbung von Pflegefachkräften, muss der Blick ins außereuropäische Ausland gehen. Hierbei ist es wichtig nach den Voraussetzungen für eine Anerkennung in Deutschland zu schauen. In Vietnam findet man motiviertes Personal. Jedoch bedarf es aufwändiger Fort- und Weiterbildungsgänge, die bis zu zwei Jahre dauern können. Viele Pflegeeinrichtungen schrecken vor dieser Investition zurück. In China stellt sich die Situation ähnlich dar.

Wenn man Wert auf einen reibungslosen Anerkennungsprozess legt , ist man mit der Gewinnung von Pflegepersonal aus Südamerika gut beraten. Hier befinden sich motivierte Pflegefachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung in der Pflege. Deutschland genießt einen exzellenten Ruf und die Motivation, die deutsche Sprache zu lernen, ist sehr hoch. Man verspricht sich eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen. In den Ländern Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Peru, Chile und Argentinien absolvieren die Pflegekräfte Studiengänge, um in Krankenhäusern und/oder Pflegeeinrichtungen zu arbeiten. Das Curriculum entspricht europäischem Standard. Diese vier bis fünfjährigen Studiengänge sind dem Berufstitel Gesundheits- und Krankenpfleger funktional gleichgestellt, sie entsprechen der Anerkennungsklasse A4. Studiengänge dieser Anerkennungsklasse werden nach einer individuellen Prüfung als Gesundheits- und Krankenpfleger anerkannt. Zur vollständigen Anerkennung bedarf es der Sprachkompetenz B2 des europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Der Personaldienstleister TTA Personal organisiert Sprachkurse und rekrutiert aus den Sprachschüler/innen Personal für den deutschen Arbeitsmarkt.

Bayern Pflegepersonal

TTA – Bayern begrüßt Pflegepersonal aus Spanien

Praxisübernahme in der Schweiz

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Es war ein herzlicher Empfang auf dem Flughafen Franz Josef Strauß in München, als Mitarbeiter der Fachklinik für geriatrische Rehabilitation die vier Pflegefachkräfte aus Spanien begrüßten. Von nun an heißt es „Grüß Gott“, wenn die Spanierinnen ihre Tätigkeit aufnehmen und das Team um Dr. Netzer unterstützen. Die vier Pflegekräfte absolvierten zuvor einen 10-wöchigen Sprachkurs in Spanien, um sich auf ihre Tätigkeit in in Bad Aibling vorzubereiten. Neben elementaren Fachbegriffen aus der Pflege lernten sie, wie man im Supermarkt einkaufen geht, das alltägliche Leben meistert und die für Bayern typische Begrüßung „Grüß Gott“. Dr. Netzer organisierte Wohnraum, möblierte die Wohnungen und stellte den Pflegekräften Dienstfahrzeuge zur Verfügung.

Es sei wichtig, dass sich die neuen Mitarbeiterinnen wohl fühlen und gleich zu Beginn spüren, dass sie herzlich Willkommen seien. Der Klinikchef möchte den Pflegekräften gleich zu Beginn ein neues Zuhause geben. Hier und in den Arbeitsbedingungen liege der Schlüssel für einen langfristigen Erfolg, einen Erfolg, auf den die Klinik angewiesen sei. Denn wie in vielen anderen Krankenhäusern, Kliniken und  Pflegeeinrichtungen falle es schwer, geeignetes Personal zu finden. Personal, das nicht nur motiviert, sondern auch den Anforderungen des arbeitsintensiven Alltages gewachsen sei. In Deutschland sei der Markt „praktisch leer“, so Dr. Netzer. Wenn es die ausländischen Pflegekräfte nicht gäbe, müsste so manches Krankenhaus und viele Fachabteilungen schließen. In vielen Kliniken müssen daher Extraschichten geleistet werden. Das Stammpersonal müsse häufig an die Belastungsgrenze gehen, denn auch bei einem hohen Krankenstand müssen die Patienten weiter versorgt und gepflegt werden. Daher sind auch unter der Stammbelegschaft die Neueinstellungen herzlich Willkommen. Werden sie doch für eine spürbare Entlastung sorgen und sukzessive die Arbeitsqualität verbessern helfen. Es ist nicht das erste Mal und auch nicht das letzte Mal, dass die Fachklinik diesen Schritt gehe.  Jedoch sei jede Neueinstellung ein besonderes Erlebnis. Neben spanischen Mitarbeiter/innen zählt die Klinik auch Mitarbeiter/innen aus Osteuropa bis hin zu Mitarbeiter/innen aus Südamerika.

Die Personalgewinnung aus dem Ausland gewinnt an Bedeutung und da es immer schwieriger wird, in Osteuropa Personal zu finden, orientiert man sich nach Westeuropa, insbesondere nach Spanien. In der spanischen Gesundheitsbranche herrscht eine für Deutschland unvorstellbare Situation. Der spanische Berufsverband für Krankenpflege geht von einer Erwerbslosigkeit von nahezu 20.000 Pflegekräften aus, die entweder vollständig erwerbslos  sind oder sich in geringfügigen, prekären Beschäftigungsverhältnissen befinden. Eine Situation, die sich auch durch den neuerlichen Aufschwung in Spanien nicht verändert hat, da zu viele Absolventen die Hochschulen für Krankenpflege verlassen.  Um an diese Pflegefachkräfte zu gelangen, beauftragte der Klinikchef den deutsch-spanischen Personalvermittler TTA Personal GmbH, der sich neben der Vermittlung von Ärzten und Ingenieuren vor allem auf den Bereich der Pflege spezialisiert hat. Im Unterschied zu Deutschland ist die Pflege in Spanien akademisiert. Das Studium dauert vier Jahre und schließt mit dem Titel „grado en enfermería“ ab. Wie schon aus den ersten Erfahrungen aus Bayern bekannt, verfügen die spanischen Pflegekräfte über eine hervorragende Ausbildung. Und auch wenn es mit der Sprache manchmal Probleme gebe, so können man sich stets auf deren fachliche Kompetenz verlassen, so Dr. Netzer. Neben der Motivation ist es vor allem der hohe Ausbildungsstand und die freundliche Art, mit der die neuen Mitarbeiterinnen den Klinikalltag bereichern werden. Medizinisches Personal aus Spanien hilft bereits in vielen deutschen Krankenhäusern und Fachkliniken aus.

TTA – Praxisübernahme in der Schweiz

Praxisübernahme in der SchweizIm Auftrag eines Kunden wird ein Facharzt der Inneren Medizin, Allgemeinmedizin für die Übernahme einer Arztpraxis in der Nähe von Luzern gesucht. Voraussetzung ist eine mindesten zweijährige Berufserfahrung in einem deutschsprachigen Arbeitsumfeld und Deutschkenntnisse auf dem Sprachniveau B2/C1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Zunächst besteht die Möglichkeit der Festanstellung zu einem attraktiven, für die Schweiz üblichen Lohn von mehr ca. 120.000 CHF/Jahresbrutto mit allen sozialversicherungspflichtigen Zusatzleistungen wie Krankenkasse, Tagesgeld und Unfallversicherung. Nach einer Einarbeitung nach Absprache besteht die Möglichkeit der Praxisübernahme, Kaufoption. Diese Option ist nicht verpflichtend. Der Facharzt bewahrt die volle Kontrolle über den Kaufprozess.

Allgemeine Informationen zum Leben und zur Arbeit in der Schweiz
Wenn Sie länger als drei Monate in der Schweiz wohnen und/oder einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, müssen Sie sich innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft bei Ihrer Wohngemeinde anmelden. Die Anmeldung muss in jedem Fall vor der Aufnahme der Erwerbstätigkeit erfolgen. Verlegen Sie Ihren rechtlichen Wohnsitz in die Schweiz, können Sie Hausrat, Haustiere, Fahrzeuge und persönliche Gegenstände gebührenfrei als sogenanntes Übersiedlungsgut einführen. Bei der Einfuhr ist dem Zollamt das For- mular 18.44 (Erklärung/Abfertigungs- antrag für Übersiedlungsgut) im Dop- pel vorzulegen. Dieses können Sie von der Website der Eidgenössischen Zollverwaltung herunterladen oder bei den Schweizer Vertretungen im Ausland (Botschaften und Konsulate) beziehen.

Wohnen und Leben in der Schweiz
Die Lebenskosten in der Schweiz sind sehr hoch. Zürich und Genf gehören gar zu den teuersten Städten der Welt. Nicht nur die Wohnungen sind teuer, sondern auch die Lebensmittel. Das Gleiche gilt auch für die obligatorische Krankenversicherung, deren Prämien jedoch nicht direkt vom Lohn abgezogen werden. Die bewohnbare Fläche der Schweiz ist sehr klein. Die Schweizer Bevölke- rung ist vor allem im Mittelland an- gesiedelt. Seit einigen Jahren ist der Wohnungsmangel in den Grossstädten akut, weshalb die Preise entsprechend hoch sind (mehr als 20% des Durch- schnittslohns). Es kann sich somit als schwierig erweisen, eine geeignete Wohnung zu finden. Der Zustand der Mietwohnungen ist in der Regel sehr gut, die Küchen sind meist mit einem Kühlschrank, einem Kochherd usw. ausgestattet. Um eine Wohnung zu finden, empfehlen wir Ihnen die spezialisierten Web- sites zu besuchen. Oder wenden Sie sich an die Immobilienverwaltungen Ihrer zukünftigen Wohnregion. Wechsel des Wohnsitzes Wenn Sie ihren Wohnsitz wechseln, müssen Sie die Migrationsbehörde Ihrer Gemeinde innerhalb von 14 Tagen nach Ihrem Umzug darüber informieren. Sie wird Sie auf die weiteren Schritte hinweisen.

Steuern
Einkommenssteuern werden in der Schweiz sowohl vom Bund (Bundessteuer) als auch von den Kantonen und Gemeinden (Staats- und Gemeindesteuer) erhoben. Da jeder der 26 Kan- tone ein eigenes Steuergesetz kennt, ist die Steuerbelastung in den einzelnen Kantonen unterschiedlich. Grundsätzlich haben Steuerpflichtige jährlich eine Steuererklärung auszufüllen, mit welcher die Einkommens- und Vermögensteuer ermittelt werden.
In bestimmten Kantonen wird die Kirchensteuer von allen Steuerpflichtigen erhoben!
Die Steuererhebung für Grenzgängerinnen und Grenzgänger hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Wohnort und dem Arbeitsort, sowie von weiteren besonderen Faktoren wie dem Lohnniveau ab. Ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, welche keine Niederlassungsbewilligung C besitzen, ihren steuerrechtlichen Wohnsitz je- doch in der Schweiz haben, werden die Steuern direkt vom Lohn abgezogen (Quellensteuer). Bei Bruttolöhnen über CHF 120’000.– wird im Nachhinein eine Abrechnung vorgenommen. Die Schweiz hat mit zahlreichen Ländern Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung abgeschlossen.

Gültigkeit des Führerscheins
Während der ersten zwölf Monate Ih- res Aufenthalts in der Schweiz können Sie ohne weiteres die Fahrzeuge jener Kategorien lenken, die in Ihrem ausländischen Führerausweis aufgeführt sind, sofern Sie das erforderliche Mindestalter erfüllen (mindestens 18 Jahre für Motorräder, Autos und Lastwagen; 21 Jahre für Busse). Nach dieser Frist müssen Sie Ihren ausländischen Führerschein gegen einen schweizerischen austauschen (Berufskraftfahrer vor der ersten Fahrt).

TTA – Personalmangel in Krankenhäusern verschärft sich

TTA PersonalBerlin, 28.05.2015. Der Fachkräftemangel an gut ausgebildeten Pflegekräften  verschärft sich nicht nur aufgrund fehlender Bewerber und Bewerberinnen. Die Politik macht den Krankenhausbetreibern zusätzlich das Leben schwer, da sie die Effizienz in deutschen Krankenhäusern steigern möchte. Die deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat sich zur angekündigten Krankenhausreform geäußert. Der Hauptgeschäftsführer Georg Baum erklärt zur derzeitigen Personalsituation in deutschen Krankenhäusern: „Es steht außer Frage, dass viele Krankenhäuser sehr knapp bemessene Pflegeschichten fahren. Dies ist vielfach darauf zurückzuführen, dass die regionalen Arbeitsmärkte für Fachpflegekräfte Mehreinstellungen nicht möglich machen. Viele Krankenhäuser sind aber auch aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten zu engen Personalausstattungen gezwungen. Ursächlich dafür sind die gesetzlichen Finanzierungsregelungen, die die Refinanzierung der jährlichen Tarifsteigerungen nicht möglich machen. Bekanntlich wird der maximal mögliche Vergütungszuwachs über die sogenannte Grundlohnrate gedeckelt.

Die für Juni 2015 angekündigte Krankenhausreform sieht vor, Finanzmittel zu streichen, um die Krankenkassen zu entlasten. Die ursprünglich im Jahr 2013 eingeführten Versorgungszuschläge sollen bis 2017 gestrichen werden. Das Einsparpotenzial, so die Bundesregierung liege hier bei 500 Mio Euro. Das Geld, so die Deutsche Krankenhausgesellschaft, entspricht dem Gegenwert von ca.10.000 Pflegestellen. Diese müssen rein rechnerisch eingespart werden, um den wirtschaftlichen Betrieb aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus stehen Verhandlungen über die jährlichen Vergütungsanpassungen aus. Hier ist mit Abzügen bei der Produktivitätsentwicklung zu rechnen. Produktivität bedeute, so der Hauptgeschäftsführer, wenn mit vorhandenem oder weniger Personal mehr Patienten behandelt werden können. Die notwendige Konsequenz wird im Personalabbau bestehen, denn bis zu 80% aller im Krankenhaus verursachten Kosten entstehen durch das Personal. Zu erwarten sei weniger der Abbau an Arztstellen, sonder vielmehr der Abbau an Planstellen für das Pflegepersonal. Alle Kliniken, so ist es in der Pressemitteilung der DKG zu lesen, die noch einen überdurchschnittlichen Personalbestand haben, werden zum Personalabbau gezwungen, weil „die Krankenkassen die Kliniken mit niedrigen Personalbesetzungen zum Maßstab für die Produktivitätskürzungen machen werden.“

Die Regierungsparteien möchten perspektivisch die Krankenkassenbeiträge absenken.  Ausgabenkürzungen erreiche man durch Produktivitätsabzüge. Rationalisierungseffekte können infolge eines geringen Personaleinsatzes zu Gunsten der Krankenkassen abgeschöpft werden. Die Folge sind die zukünftige Absenkung der Krankenkassenbeiträge der Beitragszahler. Für die Gesundheitswirtschaft bedeutet dies, dass die Vergütungsanpassungen noch geringer werden und alle Krankenhäuser zu maximal rationalem Personaleinsatz gezwungen werden. Diese Pläne lehnt die deutsche Krankenhausgesellschaft ab, da sie ohnehin schon an einer sehr geringen Personaldecke leide. Mitarbeiterorganisationen und Gewerkschaften setzen sich seit Jahren für die Anhebung der Finanzmittel in Krankenhäusern ein, um den Personalschlüssel zugunsten der Patienten und der Pflegefachkräfte anzuheben. Nur durch die Anhebung der Vergütung könne die Attraktivität der Pflegeberufe und ihre gesellschaftliche Anerkennung gesteigert werden. Die Krankenhäuser, so Georg Baum, seien „nicht länger bereit, die Rolle des Sachwalters eines vom Gesetzgeber zu verantwortenden Ressourcenmangels in den Kliniken zu übernehmen.“

Wenn die anhaltenden Sparbemühungen des Bundes anhalten, wird sich der Personalmangel in deutschen Krankenhäusern verschärfen. Schon jetzt sind die Personalverantwortlichen auf Hilfe von außen angewiesen. Personaldienstleister werden beauftragt, Pflegepersonal zu rekrutieren. Die angekündigte Krankenhausreform wird die Rekrutierung von Pflegepersonal aber zusätzlich erschweren und alternative Lösungen wie die Anstellung von beispielsweise spanischen Pflegekräften erforderlich machen. Hier besteht derzeit die Möglichkeit, an fachlich gut ausgebildetes Personal zu gelangen. Denn in Spanien sind die Sparmaßnahmen der Regierung unter Ministerpräsident Rajoy noch deutlich stärker als in Deutschland. Auf der iberischen Halbinsel befinden sich bereits mehr als 44.000 Pflegefachkräfte auf Jobsuche und viele von Ihnen haben schon die Koffer in Richtung Schweiz und Deutschland gepackt.

TTA – 6 OP-Fachkräfte für Basel

Die vorliegende Stellenausschreibung richtet sich an spanische Pflegekräfte mit dem Berufstitel „diplomado en enfermería“ oder „grado en enfermería“ und dem postgradualen Masterstudiengang für den Operationsdienst und mindestens 6 Monate Arbeits- bzw. praktische Erfahrungen in diesem Bereich oder an deutsche Gesundheits- und Krankenpfleger/innen mit der Zusatzqualifikation OP-Fachkrankenpfleger bzw. Operationstechnischer Assistent OTA. Der spanische Masterabschluss deckt das Anforderungsprofil von Operationstechnischen Assistenten/Assistentinnen OTA bzw. von OP-Fachkrankenpflegern und OP-Fachkrankenschwestern ab. Die ausgeschriebene Stelle bezieht sich auf den Dienst im Operationssaal in einem öffentlichen Krankenhaus in Basel/Schweiz. Der Arbeitsbeginn ist am 01.01.2016 in Basel. Es geht zunächst um ein Angestelltenverhältnis für 6 Fachangestellte Gesundheit FaGe mit einer Vergütung von 4.904,15 CHF/Monat, Lohnklasse 19, Stufe 2.

Der medizinische Fortschritt in der hochtechnologisierten Apparatemedizin und die zunehmende Komplexität im OP erhöhen die Anforderungen an das medizinische Personal im Operationssaal. Neben dieser technologischen Entwicklung und den robotisierten Operationsverfahren hat sich der Dienst im OP zu einer multidisziplinären Herausforderung entwickelt, der durch eine ausreichende Einarbeitungzeit Rechnung getragen werden soll. Nach der sechsmonatigen Einarbeitungszeit, die neben der Fortbildungen im OP auch eine weiterführende sprachliche Förderung beinhaltet, erhalten die OP-Fachkrankenpfleger einen Änderungsvertrag und werden nach Erhalt der Anerkennung der Berufstitel in der Schweiz als OP-Pflegefachpersonal eingesetzt und vergütet. Die Vergütung entspricht 5.692,15 CHF/Monat, Lohnklasse 16, Stufe 2 und verhält sich äquivalent zum Schweizer Abschluss Bachelor of Science in Pflege.

Das spanische OP-Pflegefachpersonal verfügt über die Sprachkompetenz B2 des Europäischen Referenzrahmens und die Voraussetzung für die Anerkennung der Berufstitel in der Schweiz. Für Pflegekräfte, die noch über keine Deutschkenntnisse verfügen, wird ab Juni 2015 ein berufsvorbereitender Sprachkurs in Madrid/Spanien durchgeführt. Der Sprachkurs hat eine Dauer von 6 Monaten, umfasst 600 Unterrichtseinheiten und schließt mit der Sprachkompetenz telc B2 Pflege ab. An 6 Unterrichtseinheiten pro Tag werden die OP-Pflegekräfte sprachlich auf den Schweizer Pflegealltag und den Dienst im Operationsaal vorbereitet.

Weiterführende Informationen zur Anerkennung und der Äquivalenz der verschiedenen Berufstitel im Bereich OP erhalten Sie hier…

TTA – Relocation Service

Relocation ServiceNeben der Vermittlung von medizinischem Personal aus dem Ausland stellt sich gleichbedeutend die Frage, wie man dieses Personal in Deutschland integriert. Können diese vermittelten Fachkräfte doch nicht auf die gleichen Netzwerke wie vergleichbare deutsche Fachkräfte zurückgreifen. Einfachste Aufgaben wie das Anmelden beim Bürgeramt, die Beantragung einer Lohnsteuerkarte oder die Anmeldung bei einer örtlichen Krankenkasse sind für nicht-deutsche Arbeitnehmer eine ernstzunehmende Hürde. Jeder, der schon einmal im Ausland war, nur über unzureichende oder selbst über fortgeschrittene Sprachkenntnisse verfügt, jedoch Fachtermini und Umgangssprache nicht interpretieren kann, weiß, wovon die Rede ist. Vergleichsweise kleine Herausforderungen können zu unüberbrückbaren Hindernissen werden.

Internationale Personalvermittlungen wie die TTA Personal GmbH haben daher ein Netzwerk zu lokalen Agenturen aufgebaut, die sich dieser Problematik annehmen und dadurch das Angebot einer internationalen Personalvermittlung ergänzen können. Schon von Beginn an wird die Zufriedenheit des Arbeitnehmers sichergestellt. Denn nur zufriedene Mitarbeiter bleiben. Dieser Aspekt ist besonders bei internationalen Vermittlungen relevant, da es sich hierbei um Personen handelt, die in so genannten Mangelberufen arbeiten oder sehr spezielle Anforderungsprofile mitbringen, bzw. in Märkte stoßen, in denen es deutschen Unternehmen zunehmend schwerer fällt, geeignetes Personal zu finden. Damit sich dieser Mehraufwand lohnt, müssen zusätzliche Anstrengungen unternommen werden. Internationale Personalvermittlungen sind daher aufwändiger, da sie mehrere Prozesse integrieren müssen: Vorauswahl geeigneter Mitarbeiter, die Organisation von Sprachkursen, die Auswahl der Bewerber und der Transfer nach Deutschland oder in die Schweiz bis hin zur Organisation des Alltages im Zielland. Die Perspektive des Bewerbers rückt stärker in den Mittelpunk als bei deutschen Bewerbern. Die Berücksichtigung dieser Belange hat eine erhebliche Auswirkung auf die Erfolgsaussichten einer internationalen Personalvermittlung. In Zeiten einer schwerer werdenden Fachkräftegewinnung bewirbt sich das Unternehmen auch beim Bewerber, dessen Wohlbefinden eine neue Qualität bei der Einstellung erhält. Seine Bedürfnisse müssen ernst genommen werden.

„Die Entscheidung, aus beruflichen Gründen in ein anderes Land zu gehen, bedeutet für einen ausländischen Arbeitnehmer bereits eine große Veränderung. Der damit verbundene Wohnsitzwechsel aus dem Heimatland nach Deutschland bringt darüber hinaus weitere umfangreiche Planungs- und Organisationsaufgaben mit sich“, so Frau Haase, Geschäftsführerin  des Relocation Service Escaminal. Laut ihrer Einschätzung stellen sich für den zukünftigen Arbeitnehmer und seine Familie viele Fragen bei der Ankunft in Deutschland. Neben der Orientierung am Zielort stellt sich die Frage, wie man in seinem neuen Umfeld besser zurecht kommt, wie können wertvolle Kontakte oder Netzwerke aufgebaut werden in einer noch schwierigen Sprache? Gibt es Unternehmen, die internationalen Umzüge durchführen? Ein professioneller Dienstleister kann diese und noch mehr Fragen beantworten und hierzu Lösungsmöglichkeiten anbieten, die den Einstieg nicht nur in das Berufsleben, sondern auch in den deutschen Alltag erleichtern.

Wenn die Einstellung erst geschafft ist und die ersten Hürden überwunden sind, werden aus internationalen Personalvermittlungen Erfolgsgeschichten. Denn eine Heterogenität im Unternehmen ist mitnichten ein Wettbewerbsnachteil. Im Gegenteil, die von der Unternehmensberatung McKinsey in Auftrag gegeben Studie zum Thema Diversity zeigt, dass sich die Rentabilität in Unternehmen steigert, wenn sie vielfältiger und internationaler aufgestellt sind. Zumal kann die qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland bis zu 15% der Fachkräftelücke schließen: Seit 2008 gibt es in Deutschland einen negativen Migrationssaldo. Würde es ab 2015 gelingen, die langfristig historische Zuwanderung von 200.000 Personen pro Jahr zu 50% oder sogar 100% zu realisieren, entspräche dies 2025 einem Fachkräftepotenzial von 0,4 bis 0,8 Mio.

Darüber hinaus zeigen Ergebnisse aus dem Produktionssektor, dass sich die Produktivität um bis zu 15% steigern lässt, wenn man auf internationale Teams zurückgreifen kann. Durch die breitere Aufstellung und die Erweiterung durch andere Sichtweisen werden andere Lösungsansätze erarbeitet. Je internationaler ein Team, so die Studie, umso lösungsorientierter und damit erfolgreicher sind die Ergebnisse.

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