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TTA – 6 OP-Fachkräfte für Basel

Die vorliegende Stellenausschreibung richtet sich an spanische Pflegekräfte mit dem Berufstitel „diplomado en enfermería“ oder „grado en enfermería“ und dem postgradualen Masterstudiengang für den Operationsdienst und mindestens 6 Monate Arbeits- bzw. praktische Erfahrungen in diesem Bereich oder an deutsche Gesundheits- und Krankenpfleger/innen mit der Zusatzqualifikation OP-Fachkrankenpfleger bzw. Operationstechnischer Assistent OTA. Der spanische Masterabschluss deckt das Anforderungsprofil von Operationstechnischen Assistenten/Assistentinnen OTA bzw. von OP-Fachkrankenpflegern und OP-Fachkrankenschwestern ab. Die ausgeschriebene Stelle bezieht sich auf den Dienst im Operationssaal in einem öffentlichen Krankenhaus in Basel/Schweiz. Der Arbeitsbeginn ist am 01.01.2016 in Basel. Es geht zunächst um ein Angestelltenverhältnis für 6 Fachangestellte Gesundheit FaGe mit einer Vergütung von 4.904,15 CHF/Monat, Lohnklasse 19, Stufe 2.

Der medizinische Fortschritt in der hochtechnologisierten Apparatemedizin und die zunehmende Komplexität im OP erhöhen die Anforderungen an das medizinische Personal im Operationssaal. Neben dieser technologischen Entwicklung und den robotisierten Operationsverfahren hat sich der Dienst im OP zu einer multidisziplinären Herausforderung entwickelt, der durch eine ausreichende Einarbeitungzeit Rechnung getragen werden soll. Nach der sechsmonatigen Einarbeitungszeit, die neben der Fortbildungen im OP auch eine weiterführende sprachliche Förderung beinhaltet, erhalten die OP-Fachkrankenpfleger einen Änderungsvertrag und werden nach Erhalt der Anerkennung der Berufstitel in der Schweiz als OP-Pflegefachpersonal eingesetzt und vergütet. Die Vergütung entspricht 5.692,15 CHF/Monat, Lohnklasse 16, Stufe 2 und verhält sich äquivalent zum Schweizer Abschluss Bachelor of Science in Pflege.

Das spanische OP-Pflegefachpersonal verfügt über die Sprachkompetenz B2 des Europäischen Referenzrahmens und die Voraussetzung für die Anerkennung der Berufstitel in der Schweiz. Für Pflegekräfte, die noch über keine Deutschkenntnisse verfügen, wird ab Juni 2015 ein berufsvorbereitender Sprachkurs in Madrid/Spanien durchgeführt. Der Sprachkurs hat eine Dauer von 6 Monaten, umfasst 600 Unterrichtseinheiten und schließt mit der Sprachkompetenz telc B2 Pflege ab. An 6 Unterrichtseinheiten pro Tag werden die OP-Pflegekräfte sprachlich auf den Schweizer Pflegealltag und den Dienst im Operationsaal vorbereitet.

Weiterführende Informationen zur Anerkennung und der Äquivalenz der verschiedenen Berufstitel im Bereich OP erhalten Sie hier…

TTA – Fachkrankenpfleger, OTA, spanisches OP Personal – ein Vergleich

OP Personal Spanien

Der medizinische Fortschritt und die zunehmende Komplexität im OP erhöhen die Anforderungen an das medizinische Personal im Operationssaal. Neben der technologischen Entwicklung der Apparatemedizin und der robotisierten Operationsverfahren hat sich der Dienst im OP zu einer multidisziplinären Herausforderung entwickelt, die nicht vor den Pflegekräften halt macht. Seit den 90er Jahren ist eine Ausdifferenzierung in den medizinischen Heilberufen zu beobachten, die zur Etablierung des Ausbildungsberufes OTA, Operationstechnische Assistentin bzw. Operationstechnischer Assistent, geführt hat. Diese Ausbildung dauert 3 Jahre mit insgesamt 1600h Theorie und 3000h Praxisanteil. Die Operationstechnischen Assistenten durchlaufen verschiedene Fachdisziplinen und Abteilungen. Dort werden sie in den methodischen und personalen Kompetenzen für den Dienst im Operationssaal geschult. Auch wenn dieses Berufsbild traditionell nicht dem Pflegepersonal zugeordnet wird, ist die Berufsausbildung OTA zu einem festen Bestandteil im OP geworden.

Neben dem Operationstechnischen Assistenten arbeiten Fachkrankenpfleger bzw. Fachkrankenpflegerinnen im Operationsdienst. Voraussetzung für diese Weiterbildung ist der Berufstitel Gesundheits- und Krankenpfleger, den man nach einer dreijährigen Ausbildung erhält, und mindestens 24 Monate Berufserfahrung in der Krankenpflege. Nach einer zweijährigen berufsbegleitenden Fachweiterbildung, die mit einem Examen abschließt, ist man zum Führen der Berufsbezeichnung Fachkrankenpfleger bzw. Fachkrankenpflegerin berechtigt.

In Spanien sind die Berufsbilder in der Krankenpflege vollständig akadademisiert und so die Weiterbildung zur OP-Fachkraft ein postgradualer Masterstudiengang. Voraussetzung für das Masterstudium ist das vierjährige Studium der Pflegewissenschaften, das mit dem Titel „grado en enfermería“ abschließt. Der Masterstudiengang umfasst 600h Theorie und abhängig von den praktischen Erfahrungen bis zu 375h Praxis. Bei einer Gesamtdauer von einem Jahr beinhaltet das Studium 60 Credit Points. Ziel des Studienganges ist es, die Behandlungsschritte von der Vorbereitung einer chirurgischen Intervention über die Assistenz während einer Operation bis zur Nachbehandlung theoretisch und praktisch zu durchdringen, um eine bestmögliche Behandlung und eine schnellstmögliche Genesung des Patienten sicherzustellen. Das Studium wird mit einer Masterarbeit abgeschlossen. In der Summe hat eine spanische OP-Fachpflegekraft fünf Jahre studiert. Dabei hat sie durchschnittlich 4.650h theoretischen Unterricht und 2.460h Praxisanteil absolviert.

Anders als der allgemeine Dienst in der Krankenpflege unterliegt der Dienst im Operationsaal keinen gesetzlichen Bestimmungen, weder in Spanien noch in Deutschland oder der Schweiz, so dass es dem Arbeitgeber überlassen ist, welches examinierte bzw. akademisierte Pflegepersonal er im OP einsetzt.