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Bis 2025 fehlen 100.000 Pflegekräfte

Vermittlung von Pflegekräften aus Kolumbien
Berlin, den 16.05.2018: aus Anlass des Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 6. bis 8. Juni 2018 in Berlin wurde der neue Krankenhaus Rating Report 2018 vorgestellt: Bis 2025 fehlen demnach über 100.000 Pflegefachkräfte. Ein Problem, das sich nicht nur auf die Pflege in den ländlichen Bereichen auswirken wird. Schon jetzt wird selbst in den Ballungszentren ein zunehmender Fachkräftemangel in der Pflege sichtbar. Große Klinikkonzerne wie Vivantes in Berlin können schon jetzt kaum noch Vakanzen besetzen.

So werden bis zum Jahr 2025 in Deutschland 80.000 zusätzliche Fachkräfte in der Altenpflege und 30.000 zusätzliche Gesundheits- und Krankenpfleger erforderlich, um den Status quo in der Pflege von 2016 zu gewährleisten. Das heißt, die Pflege zumindest auf dem derzeitigen Mangelniveau von 2018 aufrechtzuerhalten. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der Krankenhaus Rating Report 2018, der am 7. Juni auf dem Hauptstadtkongress der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Der Report des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung hat in diesem Jahr als besonderen Schwerpunkt analysiert, wie bei Fortschreibung der heute vorherrschenden Angebotsstrukturen die wachsende Zahl an Patienten im nächsten Jahrzehnt weiterhin auf dem heutigen Niveau versorgt werden kann.

Medizinisches Personal aus SüdamerikaDer Fachkräftemangel, so betonen die Autoren des Reportes, werde somit zur größten Herausforderung für die Gesundheitswirtschaft. Deshalb werde effizienter Einsatz der knappen Ressource Personal immer wichtiger, zum Beispiel über arbeitssparende Innovationen und mehr interprofessionelle Zusammenarbeit und über die Gewinnung von ausländischen Pflegepersonals – anderenfalls drohe eine Rationierung bzw. Reduzierung von Leistungen in der Gesundheitswirtschaft und in der Versorgung von Patienten.

Die RWI-Autoren kritisieren aus diesem Grund die von der Bundesregierung geplante Herausnahme der Pflegekosten aus den Fallpauschalen der Krankenhausvergütung. Denn gerade neue akademische Ausbildungsberufe in der Pflege würden dadurch benachteiligt: Es sei unklar, wohin künftig beispielsweise neue Berufsbilder wie der Physician Assistant, ein Arztassistent mit Bachelorabschluss, oder die „Clinical nurse“ gehören würde – oder Robotikassistenz. Einer dringend notwenigen Neujustierung der Aufgabenverteilung zwischen den Gesundheitsberufen drohe damit bereits wieder das Aus.

Über das Schwerpunktthema der Pflegefachkräfte hinaus liefert der Krankenhaus Rating Report im fünfzehnten Jahr empirisch abgesicherte Erkenntnisse über die Entwicklung des Krankenhausmarkts. Als Grundlage für den diesjährigen Report dienten rund 500 Jahresabschlüsse von etwa 900 Krankenhäusern.

Unter dem Titel „Krankenhaus Rating Report 2018: Personal – Krankenhäuser zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, Dr. Sebastian Krolop, MSc, Partner und Industry Lead Life Sciences and Health Care der Deloitte, Dr. Andrea Grebe, MPH, Vorsitzende der Geschäftsführung der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, und Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG.

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

Neben der Optimierung von krankenhausinternen Ressourcen muss die gezielte Anwerbung von Pflegefachkräften aus dem Ausland das Ziel von langfristige Personalplanung werden. Viele zu wenige werde die Anwerbung aus Drittstaaten beachtet. Viel zu wenig werde auch beachtet, dass sich Deutschland besser aufstellen müsse, um im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu werden gegenüber den USA, Kanada, Frankreich und den skandinavischen Ländern. Da der europäische Markt an Pflegefachkräften nahezu leer ist, müssen Strategien zur Anwerbung aus Drittstaaten erfolgen wie es bereits der Personaldienstleister TTA tut: Die Personalvermittlung von südamerikanischen Pflegekräften und die Ärztevermittlung nach Deutschland

TTA – Examinierte Pflegekräfte aus Kolumbien

Vermittlung von Pflegekräften aus Kolumbien

München und Bogotá, 29.11.2017. Der Unterschied zwischen Gesundheits- und Krankenpflegern aus Deutschland und Kolumbien besteht in der Ausbildung. Wer in Kolumbien in der Krankenpflege arbeitet, hat einen akademisierten Berufsabschluss. Wer dies in Deutschland tut, hat eine dreijährige Berufsausbildung absolviert. Die zukünftigen Pflegekräfte lernen ihren Beruf in Deutschland an Pflegefachschulen. Die kolumbianischen Krankenpfleger studieren vier bis Fünf Jahre das Fach Pflegewissenschaften. Universitäten befinden sich in der Hauptstadt Bogotá, in Medellín oder Barranquilla, um nur einige zu nennen. In einem Land mit mehr als 49 Mio. Einwohnern findet man in Kolumbien eine Vielzahl an Gesundheits- und Krankenpflegern, die in Krankenhäusern, spezialisierten Pflegeeinrichtungen und in Einrichtungen der öffentlichen Gesundheitsvorsorge arbeiten.

Ein Grund, warum man sich für dieses Studienfach in Deutschland interessieren sollte: Es gibt viele Krankenpfleger. Und diese Krankenpfleger sind motiviert, in Deutschland zu arbeiten, weil sie ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen deutlich verbessern können. Was neben der Motivation und der Menge jedoch das entscheidende Argument ist, ergibt sich aus dem unten stehenden Anerkennungsbescheid des KSV, des kommunalen Sozialverbandes in Sachsen:

Gleichwertigkeit Krankenpflege Kolumbien Deutschland

Vergleicht man die Situation mit anderen Drittstaaten, trifft man in Kolumbien auf ähnlich gute Chancen, den Berufstitel anerkennen zu lassen wie man das von Berufstiteln  aus der EU kennt. Ein Grund mehr, warum sich deutsche und Schweizer Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser für das Medizinische Personal aus Kolumbien interessieren sollten:

  • 4-5-jähriges Studium der Krankenpflege
  • Spezialisierung in der Intensivpflege, der Dialyse, OP etc
  • anerkannte Berufstitel in Deutschland und der Schweiz

Unter bestimmten Bedingungen lässt das Aufenthaltsgesetz qualifizierte Zuwanderung nach Deutschland zu. Hierzu müssen bestimmte Voraussetzungen beachtet werden. Spezialisierte Dienstleiser befinden sich am Markt, die den Prozess der Anerkennung einleiten und den Transfer nach Deutschland abwickeln. Der Dienstleister TTA Personal GmbH organisiert Personalvermittlungen aus Kolumbien. In überschaubaren Vermittlungszeiträumen gelingt es, das Medizinische Personal nach Deutschland zu vermitteln. Anfragen für die allgemeine Pflege, aber auch für hoch spezialisierte Pflegeeinrichtungen werden nicht nur bedient, sondern führen aufgrund der sehr guten Ausbildungsstandards zu einem hohen Matching in den Einrichtungen der Krankenpflege. Mit dem Pflegepersonal aus Kolumbien steht dem deutschen Pflegemarkt ein hohes Potenzial an hoch qualifizierten Fachkräften zur Verfügung.

TTA – begeisterte Pflegekräfte in Bogotá

Praxisübernahme in der SchweizBogotá, 18.11.2017. Die Firma TTA Personal GmbH präsentierte sich im Herzen Bogotás. Vor mehr als 100 Krankenpflegern stellten sich die Personalvermittler vor. Das Ziel der Reise war die Gewinnung von Pflegekräften für Deutschland. Die kolumbianischen Krankenpfleger interessierten sich für die Arbeit in der Bundesrepublik. „Wir sind auf eine große Begeisterung gestoßen“, so der Geschäftsführer von TTA, Vicente Milán: „Unsere Erwartung wurden noch übertroffen“. Oliver Nordt, der deutsche Part von TTA, fügte hinzu: „Wir wussten zwar, dass ein enormes Interesse besteht, dass dieses Interesse jedoch so groß ist, hat uns selbst überrascht“. Der Andrang war groß. In fünf Präsentationen an drei unterschiedlichen Standorten referierten die Geschäftsführer über die Zulassungsvoraussetzungen zum deutschen Arbeitsmarkt und die Arbeitsbedingungen in Deutschland.

Pflegekräfte in Bogotá

Bogotá zählt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern zu einer der größten Städte Lateinamerikas und ist damit zugleich Anziehungspunkt für Menschen aus Venezuela, Peru und Argentinien. In den letzten Jahrzehnten haben viele Menschen aus ganz Südamerika ihren Lebensmittelpunkt in die kolumbianischen Hauptstadt verlegt. Seit mehr als zwei Jahren vermittelt die Firma TTA medizinisches Personal aus Südamerika.

Aufgrund mehrerer Vermittlungsprojekte sind die Geschäftführer nach Bogotá gereist, um neben der Firmenpräsentation mehr als 30 Arbeitsverträge zu verteilen. Gleichzeitig nahmen sie die Dokumentation für die Anerkennung der Pflegekräfte entgegen. Die Freude war bei den kolumbianischen Pflegekräften, aber auch bei zwei Physiotherapeuten sehr groß. In Kolumbien gilt Deutschland als Technologiestandort mit vielfältigen Karrierechancen.

Pflegekräfte in Bogotá

Kolumbianische, venezolanische und peruanische Berufstitel werden in Deutschland und in der Schweiz anerkannt. „Wir haben es mit Top-Fachkräften zu tun“, so Oliver Nordt. Über die anerkennungsfähigen Berufstitel hinaus besitzen die Pflegekräfte Zusatzqualifikationen in der Intensivpflege, für den OP-Dienst und in der Dialyse. Vergleicht man die Arbeitsbedingungen, den Personalschlüssel und die Vergütung in Bogotá mit den Arbeitsbedingungen in Deutschland, stößt man auf eine hohe Motivation: Der Lohn kann verdoppelt, der Personalschlüssel um die Hälfte reduziert und der Urlaub verdreifacht werden. „Als wir den Pflegekräften erzählten, wie die Arbeitsbedingungen in Deutschland sind“, so Vicente Milán, „öffneten sich die Augen der Pflegefachkräfte, wir spürten Begeisterung“. Mit dieser Motivation gelingt es, Fachkräfte  mit mehr als fünf Jahren Arbeitserfahrung zu rekrutieren. „Wir stießen auf Dialysefachkräfte mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen in der Nephrologie oder Intensivpflege“. Die Maschinen von Fresenius und Braun sind in Kolumbien bekannt. Es gibt deutsche Filialen der entsprechenden Firmen. Da nicht nur die Motivation stimmt, sondern auch das Matching, „kommen wir wieder“. Die Personalvermittler sehen in Bogotá und in ganz Lateinamerika ein großes Potenzial für den deutschen und Schweizer Arbeitsmarkt.