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Pflegerinnen aus Südamerika in Bayern angekommen

Vermittlung von Pflegekräften aus Kolumbien

Lenggries, 05.04.2019: Die Fachklinik Lenggries für geriatrische Rehabilitation darf ab sofort drei Pflegekräfte aus Südamerika begrüßen. Die Pflegekräfte kommen aus Mexiko, Peru und Venezuela und haben ihren Dienst Anfang April angetreten. Für die Fachklinik bedeutet das eine enorme Erleichterung. In der Vergangenheit haben die Betreiber der Klinik bereits Erfahrung in der Gewinnung von Pflegepersonal gemacht, denn sie betreiben neben der Fachklinik in Lenggries auch eine Klinik in Bad Aibling. „In den letzten Jahren bekommt man praktisch kaum noch examinierte Pflegekräfte“, so der Geschäftsführer Netzer. Und selbst im europäischen Ausland wird es immer schwerer. Auf der Suche nach Alternativen ist man auf Südamerika aufmerksam geworden. Dort gibt es gut ausgebildetes Personal, das Lust auf eine Tätigkeit in Deutschland hat. Genau das, was die Fachklinik in Lenggries benötigt: Anerkannte Pflegekräfte. „Es stimmt auch kulturell“. Die Pflegerinnen kommen aus einer katholischen Kultur wie in Bayern. „Das passt schon“, so Netzer. Die ersten Kommunikationsprobleme sind schnell überwunden. Die Pflegekräfte können sich schon nach einer Woche Weißwürste bestellen. „Es macht Spaß“, sagt die mexikanische Pflegefachkraft Paloma de la Paz. Die Frau aus Peru fügt hinzu: „Mir gefällt die Art und Weise, wie in Deutschland gearbeitet wird. Alles hat seine Ordnung“. Yeimy, die Pflegerin aus Venezuela ist darüber hinaus froh, aus ihrem Heimatland ausgewandert zu sein: „Die Situation in Caracas wird immer schlechter. Wir sind gut ausgebildet, haben aber kaum noch Möglichkeiten, vernünftig zu arbeiten“. Was alle drei vereint, ist die gemeinsame Muttersprache. Es finden sich schnell Gesprächsthemen und Vergleiche zwischen Südamerika und Deutschland. „Wir lachen sehr viel und nehmen viele Dinge nicht so ernst wie in Deutschland, finden aber, dass man in Deutschland sehr gut arbeitet“, sagt Rocío. Paloma de la Paz fügt hinzu: „Ich finde, wir müssen eine gute Mischung zwischen Lebensfreude und guter Arbeit hinbekommen“.

„Genau um die gute Mischung geht es“, so Netzer, was die drei bestätigen. Ein großes Plus ist die Freundlichkeit und die Herzlichkeit. „Sie werden gut von den Patienten angenommen, Sprache ist nicht alles“. Am Ende des Tages kommt es darauf an, dass sie gut arbeiten. Das garantiert die hervorragende Ausbildung in Südamerika. Alle drei Pflegekräfte haben fünf Jahre lang Pflegewissenschaften studiert und verfügen über jahrelange Berufserfahrung. Dieser Horizont hilft ihnen, sich in Deutschland zurechtzufinden. Die akademische Bildung hilft ihnen, die deutsche Pflegedokumentation zu verstehen und strukturiert zu arbeiten. Das ist ein echter Gewinn für die Fachklinik. Herr Netzer freut sich schon auf die verbleibenden drei Pflegekräfte. Zwei weitere werden aus Kolumbien und eine aus Chile kommen. Beide Länder verfügen über ähnlich gute Studiengänge der Pflegewissenschaften wie in Mexiko, Peru und Venezuela.

Die Personalvermittlung von TTA hat diesen Prozess möglich gemacht. „Wir sind seit mehreren Jahren am Markt“, so der spanische Geschäftsführer Vicente Milán, „und haben gute Erfahrung in der Vermittlung von Pflegekräften aus Südamerika gesammelt“. Den Pflegekräften geht es gut und deutsche Pflegeeinrichtungen erhalten freundliches und kompetentes Personal, das in Deutschland anerkannt ist. Hinzu kommt die Begeisterung in Südamerika. „Bei unserem letzten Besuch in Bogotá trafen wir auf mehrere Hundert Pflegekräfte, von denen wir die ersten 50 bereits nach Deutschland vermittelt haben. Und es werden mehr kommen, so der deutsche Part von TTA, Oliver Nordt. „Wir bekommen ein sehr hohes Matching zwischen der deutschen Pflegelandschaft und der Erwartungshaltung in Südamerika hin“. Die Personalvermittlung aus Südamerika nach Deutschland funktioniert sehr gut.

TTA – Südamerikanische Altenpfleger in Deutschland

Vermittlung von Pflegekräften aus KolumbienBerlin, 28.03.2019. Die Personalnot in der Pflege ist groß. Seit Jahren suchen Altenheime und Pflegeeinrichtungen händeringend nach Personal. Kann man in größeren Städten seinen Personalbedarf noch einigermaßen decken, fällt es ländlichen Pflegeeinrichtungen immer schwerer, Pflegekräfte mit der Ausrichtung Geriatrie und Altenpflege zu finden. Dort, so Frau Schmidt, die Leiterin einer Pflegeeinrichtung in Niedersachsen, kommen schon seit Jahren keine Bewerbungen mehr rein. Sie versuchte es mit Prämien für die Stammbelegschaft in Höhe von 1.000,00 EUR für jede erfolgreiche Vermittlung einer Altenpflegerin. Diese Bemühungen blieben erfolglos, so wie die Bemühung, über Personalvermittler geeignetes Personal zu bekommen: Frau Schmidt: „meistens war es so, dass entweder niemand kam, oder derjenige, der kam, in letzter Minute abgesprungen ist“. Über die Vermittlung von Seiten der Arbeitsagentur weiß Frau Schmidt auch nichts Besseres zu berichten: „da kommt so wie so niemand“. Durch ein befreundetes Unternehmen aus Bremen erfuhr sie dann, dass man Personal auch aus dem Ausland rekrutieren kann. Zunächst viel es ihr schwer, zu glauben, dass man überhaupt noch Altenpfleger findet, wo doch der Markt „in den letzten Jahren nahezu leergefegt“ ist. Umso überraschender war für Sie die Ankunft von südamerikanischen Altenpflegerinnen in Niedersachsen.

Altenpfleger aus dem Ausland

Vor einem halben Jahr beauftragte das befreundete Pflegeunternehmen den Dienstleister TTA mit der Vermittlung von Pflegekräften aus Südamerika.  Für die Seniorenresidenzen in der Nähe von Bremen und Hannover wurden insgesamt 17 Pflegekräfte bestellt. Bereits im Januar 2019 sind die ersten drei Pflegekräfte aus Kolumbien angekommen und weitere folgen. Der Leiter der Pflegeeinrichtung in Springe, Herr Meyer, zeigt sich begeistert: „Die Pflegekräfte sind engagiert und lernen sehr schnell Deutsch, sehr viel schneller als ich gedacht habe“. Neben Kolumbien kommen die Altenpflegerinnen aus Chile, Mexiko und Venezuela. Der Personalvermittler Vicente Milán hat schon vor mehreren Jahren Kontakt nach Südamerika aufgebaut. Es sind Kontakte, die sich nun auszahlen und sich weiter auszahlen werden: „In Südamerika genießt Deutschland einen hervorragenden Ruf. Es gelingt, die südamerikanischen Pflegekräfte für eine Tätigkeit in deutschen Pflegeeinrichtungen zu begeistern.“ Oliver Nordt, der deutsche Part der Personalvermittlung von TTA fügt hinzu: „Wir haben sehr gute Erfahrung mit der Vermittlung aus Südamerika gemacht.“ Die Pflegekräfte verfügen über anerkennungsfähige Berufsabschlüsse. „Wir haben eine sehr hohe Anerkennungsquote und können die Einreise nach nur drei Monaten organisieren. Somit können wir den Pflegeeinrichtungen sehr schnell weiterhelfen.“. Herr Meyer bestätigt, dass die Pflegekräfte nun doch schneller da seien als erwartet. Mittlerweile lernen Adrian, Camila und Sofia fleißig Deutsch und verstehen auch schon den einen oder anderen Scherz auf Deutsch. Die Südamerikaner kommen gut bei den Bewohnern der Pflegeeinrichtungen an. „Sie bringen Leben und Lebensfreude in die Einrichtungen“, so Meyer. Sofia, eine andere Kolumbianerin, sagte: „wir haben uns gut eingelebt.“ Sie freut sich, in Deutschland eine langfristige Perspektive gefunden zu haben.

Altenpfleger Kolumbien

Der Personalvermittler Milán berichtet von einem sehr großen Potenzial in Südamerika: „Das sind erst die ersten, weitere werden folgen und wenn ich mir die Begeisterung in Kolumbien anschaue, dann können so manche deutsche Pflegeeinrichtungen ihre Personallücken in der Altenpflege füllen“. Es dauert nur drei Monate bis zur Ankunft und die ersten Sprachschwierigkeiten sind schnell überwunden. Für Anfang April werden die nächsten vier Altenpflegerinnen am Flughafen Hannover erwartet. Die Vermittlung von südamerikanischen Altenpflegern klappt auch in anderen Bundesländern hervorragend: „War arbeiten mit Sachsen-Anhalt, Bayern, Berlin, Hamburg und Baden-Württemberg zusammen, um nur einige zu nennen“, so der Personalvermittler Nordt. In Berlin sind bereits zehn Pflegekräfte angekommen und für das laufende Jahr werden weitere 30 Pflegekräfte aus Kolumbien und Venezuela erwartet.

TTA – Examinierte Pflegekräfte aus Kolumbien

Vermittlung von Pflegekräften aus Kolumbien

München und Bogotá, 29.11.2017. Der Unterschied zwischen Gesundheits- und Krankenpflegern aus Deutschland und Kolumbien besteht in der Ausbildung. Wer in Kolumbien in der Krankenpflege arbeitet, hat einen akademisierten Berufsabschluss. Wer dies in Deutschland tut, hat eine dreijährige Berufsausbildung absolviert. Die zukünftigen Pflegekräfte lernen ihren Beruf in Deutschland an Pflegefachschulen. Die kolumbianischen Krankenpfleger studieren vier bis Fünf Jahre das Fach Pflegewissenschaften. Universitäten befinden sich in der Hauptstadt Bogotá, in Medellín oder Barranquilla, um nur einige zu nennen. In einem Land mit mehr als 49 Mio. Einwohnern findet man in Kolumbien eine Vielzahl an Gesundheits- und Krankenpflegern, die in Krankenhäusern, spezialisierten Pflegeeinrichtungen und in Einrichtungen der öffentlichen Gesundheitsvorsorge arbeiten.

Ein Grund, warum man sich für dieses Studienfach in Deutschland interessieren sollte: Es gibt viele Krankenpfleger. Und diese Krankenpfleger sind motiviert, in Deutschland zu arbeiten, weil sie ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen deutlich verbessern können. Was neben der Motivation und der Menge jedoch das entscheidende Argument ist, ergibt sich aus dem unten stehenden Anerkennungsbescheid des KSV, des kommunalen Sozialverbandes in Sachsen:

Gleichwertigkeit Krankenpflege Kolumbien Deutschland

Vergleicht man die Situation mit anderen Drittstaaten, trifft man in Kolumbien auf ähnlich gute Chancen, den Berufstitel anerkennen zu lassen wie man das von Berufstiteln  aus der EU kennt. Ein Grund mehr, warum sich deutsche und Schweizer Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser für das Medizinische Personal aus Kolumbien interessieren sollten:

  • 4-5-jähriges Studium der Krankenpflege
  • Spezialisierung in der Intensivpflege, der Dialyse, OP etc
  • anerkannte Berufstitel in Deutschland und der Schweiz

Unter bestimmten Bedingungen lässt das Aufenthaltsgesetz qualifizierte Zuwanderung nach Deutschland zu. Hierzu müssen bestimmte Voraussetzungen beachtet werden. Spezialisierte Dienstleiser befinden sich am Markt, die den Prozess der Anerkennung einleiten und den Transfer nach Deutschland abwickeln. Der Dienstleister TTA Personal GmbH organisiert Personalvermittlungen aus Kolumbien. In überschaubaren Vermittlungszeiträumen gelingt es, das Medizinische Personal nach Deutschland zu vermitteln. Anfragen für die allgemeine Pflege, aber auch für hoch spezialisierte Pflegeeinrichtungen werden nicht nur bedient, sondern führen aufgrund der sehr guten Ausbildungsstandards zu einem hohen Matching in den Einrichtungen der Krankenpflege. Mit dem Pflegepersonal aus Kolumbien steht dem deutschen Pflegemarkt ein hohes Potenzial an hoch qualifizierten Fachkräften zur Verfügung.

TTA – begeisterte Pflegekräfte in Bogotá

Praxisübernahme in der SchweizBogotá, 18.11.2017. Die Firma TTA Personal GmbH präsentierte sich im Herzen Bogotás. Vor mehr als 100 Krankenpflegern stellten sich die Personalvermittler vor. Das Ziel der Reise war die Gewinnung von Pflegekräften für Deutschland. Die kolumbianischen Krankenpfleger interessierten sich für die Arbeit in der Bundesrepublik. „Wir sind auf eine große Begeisterung gestoßen“, so der Geschäftsführer von TTA, Vicente Milán: „Unsere Erwartung wurden noch übertroffen“. Oliver Nordt, der deutsche Part von TTA, fügte hinzu: „Wir wussten zwar, dass ein enormes Interesse besteht, dass dieses Interesse jedoch so groß ist, hat uns selbst überrascht“. Der Andrang war groß. In fünf Präsentationen an drei unterschiedlichen Standorten referierten die Geschäftsführer über die Zulassungsvoraussetzungen zum deutschen Arbeitsmarkt und die Arbeitsbedingungen in Deutschland.

Pflegekräfte in Bogotá

Bogotá zählt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern zu einer der größten Städte Lateinamerikas und ist damit zugleich Anziehungspunkt für Menschen aus Venezuela, Peru und Argentinien. In den letzten Jahrzehnten haben viele Menschen aus ganz Südamerika ihren Lebensmittelpunkt in die kolumbianischen Hauptstadt verlegt. Seit mehr als zwei Jahren vermittelt die Firma TTA medizinisches Personal aus Südamerika.

Aufgrund mehrerer Vermittlungsprojekte sind die Geschäftführer nach Bogotá gereist, um neben der Firmenpräsentation mehr als 30 Arbeitsverträge zu verteilen. Gleichzeitig nahmen sie die Dokumentation für die Anerkennung der Pflegekräfte entgegen. Die Freude war bei den kolumbianischen Pflegekräften, aber auch bei zwei Physiotherapeuten sehr groß. In Kolumbien gilt Deutschland als Technologiestandort mit vielfältigen Karrierechancen.

Pflegekräfte in Bogotá

Kolumbianische, venezolanische und peruanische Berufstitel werden in Deutschland und in der Schweiz anerkannt. „Wir haben es mit Top-Fachkräften zu tun“, so Oliver Nordt. Über die anerkennungsfähigen Berufstitel hinaus besitzen die Pflegekräfte Zusatzqualifikationen in der Intensivpflege, für den OP-Dienst und in der Dialyse. Vergleicht man die Arbeitsbedingungen, den Personalschlüssel und die Vergütung in Bogotá mit den Arbeitsbedingungen in Deutschland, stößt man auf eine hohe Motivation: Der Lohn kann verdoppelt, der Personalschlüssel um die Hälfte reduziert und der Urlaub verdreifacht werden. „Als wir den Pflegekräften erzählten, wie die Arbeitsbedingungen in Deutschland sind“, so Vicente Milán, „öffneten sich die Augen der Pflegefachkräfte, wir spürten Begeisterung“. Mit dieser Motivation gelingt es, Fachkräfte  mit mehr als fünf Jahren Arbeitserfahrung zu rekrutieren. „Wir stießen auf Dialysefachkräfte mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen in der Nephrologie oder Intensivpflege“. Die Maschinen von Fresenius und Braun sind in Kolumbien bekannt. Es gibt deutsche Filialen der entsprechenden Firmen. Da nicht nur die Motivation stimmt, sondern auch das Matching, „kommen wir wieder“. Die Personalvermittler sehen in Bogotá und in ganz Lateinamerika ein großes Potenzial für den deutschen und Schweizer Arbeitsmarkt.

 

 

TTA – Personalmangel in Krankenhäusern verschärft sich

TTA PersonalBerlin, 28.05.2015. Der Fachkräftemangel an gut ausgebildeten Pflegekräften  verschärft sich nicht nur aufgrund fehlender Bewerber und Bewerberinnen. Die Politik macht den Krankenhausbetreibern zusätzlich das Leben schwer, da sie die Effizienz in deutschen Krankenhäusern steigern möchte. Die deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat sich zur angekündigten Krankenhausreform geäußert. Der Hauptgeschäftsführer Georg Baum erklärt zur derzeitigen Personalsituation in deutschen Krankenhäusern: „Es steht außer Frage, dass viele Krankenhäuser sehr knapp bemessene Pflegeschichten fahren. Dies ist vielfach darauf zurückzuführen, dass die regionalen Arbeitsmärkte für Fachpflegekräfte Mehreinstellungen nicht möglich machen. Viele Krankenhäuser sind aber auch aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten zu engen Personalausstattungen gezwungen. Ursächlich dafür sind die gesetzlichen Finanzierungsregelungen, die die Refinanzierung der jährlichen Tarifsteigerungen nicht möglich machen. Bekanntlich wird der maximal mögliche Vergütungszuwachs über die sogenannte Grundlohnrate gedeckelt.

Die für Juni 2015 angekündigte Krankenhausreform sieht vor, Finanzmittel zu streichen, um die Krankenkassen zu entlasten. Die ursprünglich im Jahr 2013 eingeführten Versorgungszuschläge sollen bis 2017 gestrichen werden. Das Einsparpotenzial, so die Bundesregierung liege hier bei 500 Mio Euro. Das Geld, so die Deutsche Krankenhausgesellschaft, entspricht dem Gegenwert von ca.10.000 Pflegestellen. Diese müssen rein rechnerisch eingespart werden, um den wirtschaftlichen Betrieb aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus stehen Verhandlungen über die jährlichen Vergütungsanpassungen aus. Hier ist mit Abzügen bei der Produktivitätsentwicklung zu rechnen. Produktivität bedeute, so der Hauptgeschäftsführer, wenn mit vorhandenem oder weniger Personal mehr Patienten behandelt werden können. Die notwendige Konsequenz wird im Personalabbau bestehen, denn bis zu 80% aller im Krankenhaus verursachten Kosten entstehen durch das Personal. Zu erwarten sei weniger der Abbau an Arztstellen, sonder vielmehr der Abbau an Planstellen für das Pflegepersonal. Alle Kliniken, so ist es in der Pressemitteilung der DKG zu lesen, die noch einen überdurchschnittlichen Personalbestand haben, werden zum Personalabbau gezwungen, weil „die Krankenkassen die Kliniken mit niedrigen Personalbesetzungen zum Maßstab für die Produktivitätskürzungen machen werden.“

Die Regierungsparteien möchten perspektivisch die Krankenkassenbeiträge absenken.  Ausgabenkürzungen erreiche man durch Produktivitätsabzüge. Rationalisierungseffekte können infolge eines geringen Personaleinsatzes zu Gunsten der Krankenkassen abgeschöpft werden. Die Folge sind die zukünftige Absenkung der Krankenkassenbeiträge der Beitragszahler. Für die Gesundheitswirtschaft bedeutet dies, dass die Vergütungsanpassungen noch geringer werden und alle Krankenhäuser zu maximal rationalem Personaleinsatz gezwungen werden. Diese Pläne lehnt die deutsche Krankenhausgesellschaft ab, da sie ohnehin schon an einer sehr geringen Personaldecke leide. Mitarbeiterorganisationen und Gewerkschaften setzen sich seit Jahren für die Anhebung der Finanzmittel in Krankenhäusern ein, um den Personalschlüssel zugunsten der Patienten und der Pflegefachkräfte anzuheben. Nur durch die Anhebung der Vergütung könne die Attraktivität der Pflegeberufe und ihre gesellschaftliche Anerkennung gesteigert werden. Die Krankenhäuser, so Georg Baum, seien „nicht länger bereit, die Rolle des Sachwalters eines vom Gesetzgeber zu verantwortenden Ressourcenmangels in den Kliniken zu übernehmen.“

Wenn die anhaltenden Sparbemühungen des Bundes anhalten, wird sich der Personalmangel in deutschen Krankenhäusern verschärfen. Schon jetzt sind die Personalverantwortlichen auf Hilfe von außen angewiesen. Personaldienstleister werden beauftragt, Pflegepersonal zu rekrutieren. Die angekündigte Krankenhausreform wird die Rekrutierung von Pflegepersonal aber zusätzlich erschweren und alternative Lösungen wie die Anstellung von beispielsweise spanischen Pflegekräften erforderlich machen. Hier besteht derzeit die Möglichkeit, an fachlich gut ausgebildetes Personal zu gelangen. Denn in Spanien sind die Sparmaßnahmen der Regierung unter Ministerpräsident Rajoy noch deutlich stärker als in Deutschland. Auf der iberischen Halbinsel befinden sich bereits mehr als 44.000 Pflegefachkräfte auf Jobsuche und viele von Ihnen haben schon die Koffer in Richtung Schweiz und Deutschland gepackt.

TTA – Schweizer Spitäler gewinnen medizinisches Personal aus Spanien

Pflegefachpersonal Spanien SchweizMan könnte meinen, dass ein Land wie die Schweiz mit einer vergleichsweise kleinen Fläche eine ebenso kleine Anzahl an Krankenhäusern aufweist. Jedoch zeigen die mehr als dreihundert Spitäler, dass die Schweiz eines der bestausgebauten Gesundheitssysteme besitzt. Der Personalschlüssel liegt bei durchschnittlich acht Patienten pro Pflegekraft. Damit liegt die Schweiz im weltweiten Ranking auf Platz zwei. Auch wenn kleinere Kliniken eine geringere Bettenanzahl aufweisen, sind insgesamt mehr als 180.000 Personen in den Schweizer Krankenhäusern beschäftigt. Mehr als 40% davon sind Krankenpfleger, während 15% der Stellen von Ärzten und weitere 5% von medizinisch-therapeutischem Personal besetzt werden. In einer repräsentativen Umfrage des Schweizer Gesundheitsobservatoriums Obsan erklären 63% von 1.600 befragten Krankenpflegern, dass sie zufrieden bis sehr zufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen sind. Diese Zufriedenheit kann im internationalen Vergleich als ein ausgezeichneter Wert betrachtet werden. Dem Anschein nach müsste der Pflegebereich ein attraktiver Beschäftigungssektor sein. Dennoch wird insbesondere in den Bereichen der Inneren Medizin und der Chirurgie ein zunehmender Fachkräftemangel beobachtet. Darüber hinaus leiden die Fachabteilungen in den Rehabilitationskliniken und der Psychiatrie an akutem Fachkräftemangel. Es fehlen Anwärter, die eine Ausbildung zum Fachangestellten Gesundheit (Fage) oder ein Studium zur Pflegefachkraft (Bachelor of Science in Pflege) aufnehmen. Die Gründe der Fachkräftenot liegen laut Obsan in den zunehmenden Kosteneinsparungen und in der vergleichsweise schlechten Bezahlung des Gesundheitspersonals. Zudem scheuen die Fachangestellten Gesundheit das zweijährige Studium. Mit dem Bachelor-Studiengang verlängert sich die Gesamtausbildungsdauer auf 5 Jahre. Diesen Schritt gehen nur noch wenige Pflegekräfte, da sich durch den Karrieresprung zwar die Verantwortung erhöht, das Gehalt jedoch nur um wenige Prozentpunkte. Dieser Schritt gilt als die entscheidende Hemmschwelle und so verwundert es nicht, dass gerade im akademisierten Pflegebereich die Personalnot am größten ist.

Der Mangel an Ärzten, so Obsan, sei dem Numerus Clausus an den medizinischen Fakultäten in der deutschsprachigen Schweiz geschuldet. Es gäbe zwar genügend Anwärter, jedoch zu wenig Studienplätze, so dass jährlich mehrere Tausend Ärzte fehlen. Damit weist das Schweizer Gesundheitssystem einen strukturellen Mangel an medizinischem Personal von mehreren tausend Personen pro Jahr aus.

Keine Gesundheitsversorgung ohne ausländische Fachkräfte

Das Schweizer Gesundheitswesen benötigt zusätzliches Personal. Je weiter man ins Landesinnere schaut, umso größer ist die Personalnot. Einige Spitäler können noch auf ausreichend Personal zurückgreifen. Jedoch ist auch in renommierten Häusern wie den Universitätskliniken ein stetiger Rückgang an Bewerbungen festzustellen. Die Situation hat sich gewandelt. Nicht mehr das Spital wählt aus, sondern das Pflegepersonal und die Ärzte. Dass man zwischen verschiedenen Bewerbern auswählen kann, gehört der Vergangenheit an. Somit beginnt der Wettbewerb als attraktivster Arbeitgeber. Ein Umstand, der zu einem Umdenken geführt hat bzw. noch führen wird. Und wenn es trotz erhöhter Anstrengungen nicht mehr gelingt, Personal aus der Schweiz zu rekrutieren, richtet sich der Blick ins Ausland. Aktuell liegt die Anzahl an medizinischem Personal aus dem Ausland bei über 30%, Tendenz steigend. Spitalstellen nur mit inländischem Personal zu besetzen, ist unmöglich geworden. Spitäler und Fachkliniken sehen sich gezwungen, in anderen europäischen Ländern wie Spanien, Italien oder Portugal ihr Personal zu gewinnen. Voraussetzung für eine Anerkennung ist die Sprachkompetenz B2 des Europäischen Referenzrahmens und eine gleichwertige Berufsausbildung oder ein vergleichbares Studium im Herkunftsland. In Spanien findet man diese Bedingungen vor: Spanische Krankenpfleger haben vier Jahre studiert und verfügen über einen Hochschulabschluss, so dass ihre Fachkenntnisse vom Schweizer Roten Kreuz als gleichwertig anerkannt werden. Ähnlich verhält es sich mit dem spanischen Medizinstudium, das dem Schweizer Studium funktional gleichgestellt ist. Dass die Qualität von spanischen Pflegekräften nicht nur auf dem Papier existiert, davon können Schweizer Spitäler aus Basel und aus Bern berichten. In fachlicher Hinsicht sind sie ihren Schweizer Kollegen ebenbürtig. Nur bei der Sprache müsse man noch etwas Geduld haben. Die patientenorientierte Sichtweise der Pflegekräfte und deren angenehmes Auftreten kompensieren aber so einiges; die Sprachbarrieren werden nach kurzer Zeit abgebaut und der Einstieg in den Berufsalltag geschafft.

Qualitätssicherung durch spanisches Personal

Man weiß, dass sich in Spitälern mit besserer Arbeitsumgebung und höherer Stellenbesetzung, die Arbeitsbelastung reduziert. Die Qualität ist höher und den Mitarbeitern unterlaufen weniger Fehler. Darüber hinaus korreliert die Qualität der Ausbildung mit der Qualität in der Pflege und der Diagnose. Durch die Akademisierung der Pflege lässt sich sogar das Todesfallrisiko nach chirurgischen Eingriffen reduzieren. Dadurch, dass die Anerkennungsschwelle hoch ist, kann der etablierte Standard aufrechterhalten werden. Durch das vierjährige Pflegestudium verschlechtern die spanischen Pflegekräfte nicht das Gesundheitssystem, sondern stabilisieren es und können sogar innovative Anreize setzen, da in Spanien Grundlagenforschung in der Onkologie, der Pflege und der Immunologie betrieben wird.

Für spanische Krankenpfleger ist die Aussicht auf eine Karriere in einem ökonomisch stabilen Land wie der Schweiz attraktiv. Das spanische Gesundheitswesen ist seit Jahren durch die anhaltenden Sparbemühungen und die sukzessive Privatisierung gezeichnet. Es gelingt frischen Absolventen kaum noch, eine unbefristete Anstellung zu finden. Die Wahrscheinlichkeit auf einen Arbeitsvertrag liegt bei 3%. Das Ergebnis: es findet eine Abwanderung ins europäische Ausland statt, insbesondere in den deutschsprachigen Raum. Deutschland blickt bereits auf eine mehrjährige Erfahrung zurück. Durch die ausgezeichnete Ausbildung der spanischen Pflegekräfte und Ärzte weiß man, dass es eine hohe Übereinstimmung zwischen der Tätigkeit in einem Krankenhaus und dem Berufsverständnis der spanischen Pflegekräfte und Ärzte gibt. Die Herausforderungen werden auf spanischer Seite nicht als problematisch, sondern als positiv betrachtet. Die meisten Pflegekräfte und Ärzte haben bereits durch Personaldienstleister organisierte Sprachkurse absolviert, so dass sie mit der Sprachkompetenz B2 das Zielland erreichen. Was die Schweiz anbelangt, besteht auch die Möglichkeit, das Personal bereits mit mehrjähriger Arbeitserfahrung aus dem deutschsprachigen Raum zu rekrutieren.

So verhalten sich zwei Bedarfe komplementär: der Schweizer Fachkräftemangel und die spanische Arbeitsmarktkrise im Gesundheitsbereich. Wie groß auch immer die Bedenken in der Schweiz sein sollten, nur durch ausländische Fachkräfte kann der Bedarf an Ärzten und Pflegepersonal gedeckt werden. Von den 25.000 Spezialisten, die bereits jetzt in Spitälern der Schweiz arbeiten, wurde mehr als die Hälfte im Ausland ausgebildet. Das Schweizer Gesundheitssystem funktioniert schon heute nicht mehr ohne ausländische Fachkräfte. Da aber die Rekrutierung eine genaue Kenntnis der Herkunftsländer erfordert, wenden sich Schweizer Spitäler zunehmend an internationale Personalvermittler mit genau dieser Kenntnis, um einen reibungslosen Rekrutierungsprozess sicherzustellen. Wegen der hohen Deckungsgleichheit zwischen dem Schweizer und dem spanischen Bildungssystem ist die Rekrutierung aus Spanien eine Alternative bei der Personalbeschaffung. Die in Spanien ausgebildeten Ärzte und Krankenpfleger stoßen in der Schweiz auf eine positive Resonanz. Basel und Bern gehören zu den ersten Städten, in denen spanische Fachkräfte eingesetzt werden.

TTA – Pflegefachpersonal aus Spanien in die Schweiz

Pflegefachpersonal Spanien SchweizBern, 13.01.2015. Der anhaltende Fachkräftemangel in der Pflege sorgt für ein Umdenken in der Schweiz. Sowohl öffentliche als auch private Spitäler gehen neue Wege der Personalgewinnung. Wenn es bis vor fünf Jahren noch ausgereicht hat, Stellenausschreibungen zu veröffentlichen, kommt man heute ohne Kreativität und Anpassung an die bestehenden Personalmärkte nicht mehr aus. Die Rekrutierung von deutschen, polnischen, bulgarischen und ungarischen Pflegekräften wird schwieriger, da auch in diesen Ländern seit Jahren der Fachkräftemangel in der Pflege steigt und sich damit die Lohnstruktur verändert. Inzwischen bewirbt sich nicht die Pflegefachkraft, sondern der Arbeitgeber. Die Träger von Pflegeeinrichtungen und Spitälern haben nur eine Wahl: die systematische Personalentwicklung und Personalsuche. Erstere benötigt man, um die Verweildauer im Pflegeberuf von gerade einmal sieben Jahren zu erhöhen. Letztere benötigt man, um an neues Pflegepersonal zu gelangen.

Um den Bedarf an Pflegefachpersonal zu decken, ist ein Maßnahmenbündel notwendig. Die Personalabteilungen und Pflegedirektionen müssen sich den Herausforderung des Mitarbeiter-Mangels durch neue Methoden der Mitarbeitergewinnung stellen. Die Privatklinikgruppe Hirslanden hat einen Lösungsansatz in der Rekrutierung von akademisierten Pflegepersonal gefunden, da gerade in dieser Berufsgruppe der Personalmangel am größten ist. Bei den Fachangestellten Gesundheit Fage hat sich die Situation durch die zusätzliche Bereitstellung neuer Ausbildungsplätze in den letzten Jahren entschärft, so dass die Privatgruppe in dieser Berufsgruppe keine Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung hat. Nicht so bei den Absolventen des Bachelor of Science in Pflege, der eine Bedarfslücke von mehreren Tausend Fachkräften pro Jahr aufweist. Und hier kommt der spanische Markt ins Spiel. In Spanien sind Tausende von Fachkräften in der Pflege erwerbslos. Dort befindet sich das Studium auf einem der Schweiz vergleichbaren hohen Niveau. Während in der Schweiz ein Absolvent des Bachelor of Science in Pflege eine dreijährige Berufsausbildung und ein zweijährigen Studium aufweist, verfügen die Pflegefachkräfte aus Spanien über ein vierjähriges Studium, dem grado en enfermería. Das Schweizer Rote Kreuz erkennt diesen Abschluss als gleichwertig an, so dass es nur eine Organisationsfrage ist, wie man dieses Personal gewinnen kann.

Die Klinik Beau-Site in Bern vertraut auf die spanischen Pflegekräfte, die perspektivisch als akademisiertes Pflegefachpersonal einsetzbar sind und eine praktikable Möglichkeit zur Reduzierung des Fachkräfteproblems darstellen. Auf spanischer Seite ist man froh, dass man einen Arbeitsplatz gefunden hat, der sich mit der Erwartungshaltung des spanischen Studiums deckt. Hier können die Pflegekräfte die im Studium erworbenen Kenntnisse anwenden und erweitern, so dass man eine gute Balance zwischen den beiderseitigen Ansprüchen herstellen kann. Eine fortlaufende Weiterbildung garantiert eine systematische Personalentwicklung und steigert so die Zufriedenheit beim spanischen Personal. Ein Umstand, der auch die Motivation beschreibt, warum es spanische Pflegekräfte in die Schweiz zieht. Hier finden sie eine Arbeitssituation vor, wie man sie aus Spanien kennt bei einer besseren Gehaltsstruktur. Die Vorzeichen stehen gut, dass sich das Pflegepersonal langfristig an den neuen Arbeitgeber binden wird. Ein Umstand, der immer das Ziel von internationalen Personalvermittlungen sein muss, „die Zufriedenheit auf beiden Seiten“, so der Geschäftsführer Vicente Milán des deutsch-spanischen Personaldienstleisters TTA Personal GmbH. Und da sich die Situation auf dem spanischen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht verändern wird, sind solche Personalvermittlungen erst der Anfang. Die Schweiz ist ein attraktives Ziel für die mehr als 16.000 erwerbslosen Pflegekräfte aus Spanien, die auch weiterhin Interesse an einer Beschäftigung haben. Eine der bei Hirslanden eingestellten Pflegerinnen sagte: „Ich freue mich, dass ich nicht umsonst studiert habe und in dem Beruf arbeiten kann, den ich liebe.“

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