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Pflegerinnen aus Südamerika in Bayern angekommen

Vermittlung von Pflegekräften aus Kolumbien

Lenggries, 05.04.2019: Die Fachklinik Lenggries für geriatrische Rehabilitation darf ab sofort drei Pflegekräfte aus Südamerika begrüßen. Die Pflegekräfte kommen aus Mexiko, Peru und Venezuela und haben ihren Dienst Anfang April angetreten. Für die Fachklinik bedeutet das eine enorme Erleichterung. In der Vergangenheit haben die Betreiber der Klinik bereits Erfahrung in der Gewinnung von Pflegepersonal gemacht, denn sie betreiben neben der Fachklinik in Lenggries auch eine Klinik in Bad Aibling. „In den letzten Jahren bekommt man praktisch kaum noch examinierte Pflegekräfte“, so der Geschäftsführer Netzer. Und selbst im europäischen Ausland wird es immer schwerer. Auf der Suche nach Alternativen ist man auf Südamerika aufmerksam geworden. Dort gibt es gut ausgebildetes Personal, das Lust auf eine Tätigkeit in Deutschland hat. Genau das, was die Fachklinik in Lenggries benötigt: Anerkannte Pflegekräfte. „Es stimmt auch kulturell“. Die Pflegerinnen kommen aus einer katholischen Kultur wie in Bayern. „Das passt schon“, so Netzer. Die ersten Kommunikationsprobleme sind schnell überwunden. Die Pflegekräfte können sich schon nach einer Woche Weißwürste bestellen. „Es macht Spaß“, sagt die mexikanische Pflegefachkraft Paloma de la Paz. Die Frau aus Peru fügt hinzu: „Mir gefällt die Art und Weise, wie in Deutschland gearbeitet wird. Alles hat seine Ordnung“. Yeimy, die Pflegerin aus Venezuela ist darüber hinaus froh, aus ihrem Heimatland ausgewandert zu sein: „Die Situation in Caracas wird immer schlechter. Wir sind gut ausgebildet, haben aber kaum noch Möglichkeiten, vernünftig zu arbeiten“. Was alle drei vereint, ist die gemeinsame Muttersprache. Es finden sich schnell Gesprächsthemen und Vergleiche zwischen Südamerika und Deutschland. „Wir lachen sehr viel und nehmen viele Dinge nicht so ernst wie in Deutschland, finden aber, dass man in Deutschland sehr gut arbeitet“, sagt Rocío. Paloma de la Paz fügt hinzu: „Ich finde, wir müssen eine gute Mischung zwischen Lebensfreude und guter Arbeit hinbekommen“.

„Genau um die gute Mischung geht es“, so Netzer, was die drei bestätigen. Ein großes Plus ist die Freundlichkeit und die Herzlichkeit. „Sie werden gut von den Patienten angenommen, Sprache ist nicht alles“. Am Ende des Tages kommt es darauf an, dass sie gut arbeiten. Das garantiert die hervorragende Ausbildung in Südamerika. Alle drei Pflegekräfte haben fünf Jahre lang Pflegewissenschaften studiert und verfügen über jahrelange Berufserfahrung. Dieser Horizont hilft ihnen, sich in Deutschland zurechtzufinden. Die akademische Bildung hilft ihnen, die deutsche Pflegedokumentation zu verstehen und strukturiert zu arbeiten. Das ist ein echter Gewinn für die Fachklinik. Herr Netzer freut sich schon auf die verbleibenden drei Pflegekräfte. Zwei weitere werden aus Kolumbien und eine aus Chile kommen. Beide Länder verfügen über ähnlich gute Studiengänge der Pflegewissenschaften wie in Mexiko, Peru und Venezuela.

Die Personalvermittlung von TTA hat diesen Prozess möglich gemacht. „Wir sind seit mehreren Jahren am Markt“, so der spanische Geschäftsführer Vicente Milán, „und haben gute Erfahrung in der Vermittlung von Pflegekräften aus Südamerika gesammelt“. Den Pflegekräften geht es gut und deutsche Pflegeeinrichtungen erhalten freundliches und kompetentes Personal, das in Deutschland anerkannt ist. Hinzu kommt die Begeisterung in Südamerika. „Bei unserem letzten Besuch in Bogotá trafen wir auf mehrere Hundert Pflegekräfte, von denen wir die ersten 50 bereits nach Deutschland vermittelt haben. Und es werden mehr kommen, so der deutsche Part von TTA, Oliver Nordt. „Wir bekommen ein sehr hohes Matching zwischen der deutschen Pflegelandschaft und der Erwartungshaltung in Südamerika hin“. Die Personalvermittlung aus Südamerika nach Deutschland funktioniert sehr gut.

Bayern Pflegepersonal

TTA – Bayern begrüßt Pflegepersonal aus Spanien

Praxisübernahme in der Schweiz

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Es war ein herzlicher Empfang auf dem Flughafen Franz Josef Strauß in München, als Mitarbeiter der Fachklinik für geriatrische Rehabilitation die vier Pflegefachkräfte aus Spanien begrüßten. Von nun an heißt es „Grüß Gott“, wenn die Spanierinnen ihre Tätigkeit aufnehmen und das Team um Dr. Netzer unterstützen. Die vier Pflegekräfte absolvierten zuvor einen 10-wöchigen Sprachkurs in Spanien, um sich auf ihre Tätigkeit in in Bad Aibling vorzubereiten. Neben elementaren Fachbegriffen aus der Pflege lernten sie, wie man im Supermarkt einkaufen geht, das alltägliche Leben meistert und die für Bayern typische Begrüßung „Grüß Gott“. Dr. Netzer organisierte Wohnraum, möblierte die Wohnungen und stellte den Pflegekräften Dienstfahrzeuge zur Verfügung.

Es sei wichtig, dass sich die neuen Mitarbeiterinnen wohl fühlen und gleich zu Beginn spüren, dass sie herzlich Willkommen seien. Der Klinikchef möchte den Pflegekräften gleich zu Beginn ein neues Zuhause geben. Hier und in den Arbeitsbedingungen liege der Schlüssel für einen langfristigen Erfolg, einen Erfolg, auf den die Klinik angewiesen sei. Denn wie in vielen anderen Krankenhäusern, Kliniken und  Pflegeeinrichtungen falle es schwer, geeignetes Personal zu finden. Personal, das nicht nur motiviert, sondern auch den Anforderungen des arbeitsintensiven Alltages gewachsen sei. In Deutschland sei der Markt „praktisch leer“, so Dr. Netzer. Wenn es die ausländischen Pflegekräfte nicht gäbe, müsste so manches Krankenhaus und viele Fachabteilungen schließen. In vielen Kliniken müssen daher Extraschichten geleistet werden. Das Stammpersonal müsse häufig an die Belastungsgrenze gehen, denn auch bei einem hohen Krankenstand müssen die Patienten weiter versorgt und gepflegt werden. Daher sind auch unter der Stammbelegschaft die Neueinstellungen herzlich Willkommen. Werden sie doch für eine spürbare Entlastung sorgen und sukzessive die Arbeitsqualität verbessern helfen. Es ist nicht das erste Mal und auch nicht das letzte Mal, dass die Fachklinik diesen Schritt gehe.  Jedoch sei jede Neueinstellung ein besonderes Erlebnis. Neben spanischen Mitarbeiter/innen zählt die Klinik auch Mitarbeiter/innen aus Osteuropa bis hin zu Mitarbeiter/innen aus Südamerika.

Die Personalgewinnung aus dem Ausland gewinnt an Bedeutung und da es immer schwieriger wird, in Osteuropa Personal zu finden, orientiert man sich nach Westeuropa, insbesondere nach Spanien. In der spanischen Gesundheitsbranche herrscht eine für Deutschland unvorstellbare Situation. Der spanische Berufsverband für Krankenpflege geht von einer Erwerbslosigkeit von nahezu 20.000 Pflegekräften aus, die entweder vollständig erwerbslos  sind oder sich in geringfügigen, prekären Beschäftigungsverhältnissen befinden. Eine Situation, die sich auch durch den neuerlichen Aufschwung in Spanien nicht verändert hat, da zu viele Absolventen die Hochschulen für Krankenpflege verlassen.  Um an diese Pflegefachkräfte zu gelangen, beauftragte der Klinikchef den deutsch-spanischen Personalvermittler TTA Personal GmbH, der sich neben der Vermittlung von Ärzten und Ingenieuren vor allem auf den Bereich der Pflege spezialisiert hat. Im Unterschied zu Deutschland ist die Pflege in Spanien akademisiert. Das Studium dauert vier Jahre und schließt mit dem Titel „grado en enfermería“ ab. Wie schon aus den ersten Erfahrungen aus Bayern bekannt, verfügen die spanischen Pflegekräfte über eine hervorragende Ausbildung. Und auch wenn es mit der Sprache manchmal Probleme gebe, so können man sich stets auf deren fachliche Kompetenz verlassen, so Dr. Netzer. Neben der Motivation ist es vor allem der hohe Ausbildungsstand und die freundliche Art, mit der die neuen Mitarbeiterinnen den Klinikalltag bereichern werden. Medizinisches Personal aus Spanien hilft bereits in vielen deutschen Krankenhäusern und Fachkliniken aus.