TTA – Migration von spanischen Fachkräften nach Berlin LaNA

Das Forschungsprojekt „Langzeitanalyse Neue Arbeitsmigration“ (LaNA) untersucht im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Integrationsprozesse spanischer und italienischer Fachkräfte und Einwanderer in Berlin. Die ersten Umfrage-Ergebnisse dieser Studie stehen nun zur Verfügung. Der Minor e. V. und das IQ Netzwerk Berlin lädt zu einem Workshop über die Zwischenergebnisse des Projektes ein.

Die Studie erforscht die Fragen, welche Erfahrungen die neu in Deutschland angekommenen Fachkräfte aus Medizin, Transport- und Ingenieurwesen u.a. machen, welche Unterstützungs-, Beratungs-, und Informationsangebote die Fachkräfte nutzen und wie sie diese bewerten. In der umfangreichen Online-Umfrage von über 700 Einwanderern werden die Teilnehmer/-innen an zwei verschiedenen Zeitpunkten über ihre Erfahrungen befragt, um erstmals auch die Entwicklung der Verbleibsabsichten der „neuen Arbeitsmigrant/-innen“ erfassen zu können. Hierin liegt das Besondere im Vergleich zur ersten Generation von Einwanderern aus den 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Damals gingen die Einwanderer hauptsächlich in gering qualifizierte Beschäftigungsverhältnisse mit der Absicht, in absehbarer Zeit ins Herkunftsland zurückzukehren. Durch die veränderte Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte hat sich die Zielgruppe von italienischen und spanischen Arbeitsmigrant/-innen im Hinblick auf Erwartung an das Aufnahmeland verändert, insbesondere was die Jobperspektive anbelangt. Wanderte man früher aus reiner wirtschaftlicher Not und mit geringer Qualifizierung  aus, so kommt die heutige Zielgruppe mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem Studium nach Deutschland.

Der Workshop „Neue Arbeitsmigration in Berlin – Herausforderungen und Chancen für die Integrationsarbeit“ findet am 6. November 2014, 10:00-15:00 bei der WIPA GmbH, Schottstr. 6, 10365 Berlin, großer Saal, 1. Stock statt. Es können sich bis zu zwei Vertreter einer an Vermittlungsprozessen beteiligten Einrichtungen wie Vereine, gemeinnützige und staatliche Organisationen sowie Personaldienstleister registrieren. Die Teilnehmer/-innen sollten nach Möglichkeit Erfahrung in der Beratungs- bzw. Unterstützungsarbeit mit Migrant/-innen und Fachkräften haben. Anmeldung sind bis zum 20.10.2014 über die Veranstaltungswebseite möglich.

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