Schlagwort-Archive: Ausland

TTA – Südamerikanische Pflegekräfte nach Deutschland

Krankenhaus SchweizBerlin, 30.11.2016: Die Personalsituation in deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen hat sich in den letzten Jahren nicht verbessert. Es werden Pflegekräfte benötigt. Bis zu 30.000 Stellenangebote bleiben unbeantwortet. Vor allem in den ländlichen Gebieten fällt es schwer, motiviertes Pflegepersonal zu finden. Und Besserung ist nicht in Sicht. Die fehlenden Fachkräfte kamen noch bis vor kurzem aus dem europäischen Raum, vor allem aus den südeuropäischen Ländern wie Spanien, Italien, Griechenland oder aus Serbien, Kroatien und Bosnien Herzegowina. Jedoch fällt es auch aus diesen Ländern immer schwerer, Pflegefachkräfte zu finden. Die Märkte scheinen gesättigt zu sein. Für eine nachhaltige Anwerbung von Pflegefachkräften, muss der Blick ins außereuropäische Ausland gehen. Hierbei ist es wichtig nach den Voraussetzungen für eine Anerkennung in Deutschland zu schauen. In Vietnam findet man motiviertes Personal. Jedoch bedarf es aufwändiger Fort- und Weiterbildungsgänge, die bis zu zwei Jahre dauern können. Viele Pflegeeinrichtungen schrecken vor dieser Investition zurück. In China stellt sich die Situation ähnlich dar.

Wenn man Wert auf einen reibungslosen Anerkennungsprozess legt , ist man mit der Gewinnung von Pflegepersonal aus Südamerika gut beraten. Hier befinden sich motivierte Pflegefachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung in der Pflege. Deutschland genießt einen exzellenten Ruf und die Motivation, die deutsche Sprache zu lernen, ist sehr hoch. Man verspricht sich eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen. In den Ländern Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Peru, Chile und Argentinien absolvieren die Pflegekräfte Studiengänge, um in Krankenhäusern und/oder Pflegeeinrichtungen zu arbeiten. Das Curriculum entspricht europäischem Standard. Diese vier bis fünfjährigen Studiengänge sind dem Berufstitel Gesundheits- und Krankenpfleger funktional gleichgestellt, sie entsprechen der Anerkennungsklasse A4. Studiengänge dieser Anerkennungsklasse werden nach einer individuellen Prüfung als Gesundheits- und Krankenpfleger anerkannt. Zur vollständigen Anerkennung bedarf es der Sprachkompetenz B2 des europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Der Personaldienstleister TTA Personal organisiert Sprachkurse und rekrutiert aus den Sprachschüler/innen Personal für den deutschen Arbeitsmarkt.

TTA – Praxisübernahme in der Schweiz

Praxisübernahme in der SchweizIm Auftrag eines Kunden wird ein Facharzt der Inneren Medizin, Allgemeinmedizin für die Übernahme einer Arztpraxis in der Nähe von Luzern gesucht. Voraussetzung ist eine mindesten zweijährige Berufserfahrung in einem deutschsprachigen Arbeitsumfeld und Deutschkenntnisse auf dem Sprachniveau B2/C1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Zunächst besteht die Möglichkeit der Festanstellung zu einem attraktiven, für die Schweiz üblichen Lohn von mehr ca. 120.000 CHF/Jahresbrutto mit allen sozialversicherungspflichtigen Zusatzleistungen wie Krankenkasse, Tagesgeld und Unfallversicherung. Nach einer Einarbeitung nach Absprache besteht die Möglichkeit der Praxisübernahme, Kaufoption. Diese Option ist nicht verpflichtend. Der Facharzt bewahrt die volle Kontrolle über den Kaufprozess.

Allgemeine Informationen zum Leben und zur Arbeit in der Schweiz
Wenn Sie länger als drei Monate in der Schweiz wohnen und/oder einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, müssen Sie sich innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft bei Ihrer Wohngemeinde anmelden. Die Anmeldung muss in jedem Fall vor der Aufnahme der Erwerbstätigkeit erfolgen. Verlegen Sie Ihren rechtlichen Wohnsitz in die Schweiz, können Sie Hausrat, Haustiere, Fahrzeuge und persönliche Gegenstände gebührenfrei als sogenanntes Übersiedlungsgut einführen. Bei der Einfuhr ist dem Zollamt das For- mular 18.44 (Erklärung/Abfertigungs- antrag für Übersiedlungsgut) im Dop- pel vorzulegen. Dieses können Sie von der Website der Eidgenössischen Zollverwaltung herunterladen oder bei den Schweizer Vertretungen im Ausland (Botschaften und Konsulate) beziehen.

Wohnen und Leben in der Schweiz
Die Lebenskosten in der Schweiz sind sehr hoch. Zürich und Genf gehören gar zu den teuersten Städten der Welt. Nicht nur die Wohnungen sind teuer, sondern auch die Lebensmittel. Das Gleiche gilt auch für die obligatorische Krankenversicherung, deren Prämien jedoch nicht direkt vom Lohn abgezogen werden. Die bewohnbare Fläche der Schweiz ist sehr klein. Die Schweizer Bevölke- rung ist vor allem im Mittelland an- gesiedelt. Seit einigen Jahren ist der Wohnungsmangel in den Grossstädten akut, weshalb die Preise entsprechend hoch sind (mehr als 20% des Durch- schnittslohns). Es kann sich somit als schwierig erweisen, eine geeignete Wohnung zu finden. Der Zustand der Mietwohnungen ist in der Regel sehr gut, die Küchen sind meist mit einem Kühlschrank, einem Kochherd usw. ausgestattet. Um eine Wohnung zu finden, empfehlen wir Ihnen die spezialisierten Web- sites zu besuchen. Oder wenden Sie sich an die Immobilienverwaltungen Ihrer zukünftigen Wohnregion. Wechsel des Wohnsitzes Wenn Sie ihren Wohnsitz wechseln, müssen Sie die Migrationsbehörde Ihrer Gemeinde innerhalb von 14 Tagen nach Ihrem Umzug darüber informieren. Sie wird Sie auf die weiteren Schritte hinweisen.

Steuern
Einkommenssteuern werden in der Schweiz sowohl vom Bund (Bundessteuer) als auch von den Kantonen und Gemeinden (Staats- und Gemeindesteuer) erhoben. Da jeder der 26 Kan- tone ein eigenes Steuergesetz kennt, ist die Steuerbelastung in den einzelnen Kantonen unterschiedlich. Grundsätzlich haben Steuerpflichtige jährlich eine Steuererklärung auszufüllen, mit welcher die Einkommens- und Vermögensteuer ermittelt werden.
In bestimmten Kantonen wird die Kirchensteuer von allen Steuerpflichtigen erhoben!
Die Steuererhebung für Grenzgängerinnen und Grenzgänger hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Wohnort und dem Arbeitsort, sowie von weiteren besonderen Faktoren wie dem Lohnniveau ab. Ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, welche keine Niederlassungsbewilligung C besitzen, ihren steuerrechtlichen Wohnsitz je- doch in der Schweiz haben, werden die Steuern direkt vom Lohn abgezogen (Quellensteuer). Bei Bruttolöhnen über CHF 120’000.– wird im Nachhinein eine Abrechnung vorgenommen. Die Schweiz hat mit zahlreichen Ländern Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung abgeschlossen.

Gültigkeit des Führerscheins
Während der ersten zwölf Monate Ih- res Aufenthalts in der Schweiz können Sie ohne weiteres die Fahrzeuge jener Kategorien lenken, die in Ihrem ausländischen Führerausweis aufgeführt sind, sofern Sie das erforderliche Mindestalter erfüllen (mindestens 18 Jahre für Motorräder, Autos und Lastwagen; 21 Jahre für Busse). Nach dieser Frist müssen Sie Ihren ausländischen Führerschein gegen einen schweizerischen austauschen (Berufskraftfahrer vor der ersten Fahrt).

TTA – Relocation Service

Relocation ServiceNeben der Vermittlung von medizinischem Personal aus dem Ausland stellt sich gleichbedeutend die Frage, wie man dieses Personal in Deutschland integriert. Können diese vermittelten Fachkräfte doch nicht auf die gleichen Netzwerke wie vergleichbare deutsche Fachkräfte zurückgreifen. Einfachste Aufgaben wie das Anmelden beim Bürgeramt, die Beantragung einer Lohnsteuerkarte oder die Anmeldung bei einer örtlichen Krankenkasse sind für nicht-deutsche Arbeitnehmer eine ernstzunehmende Hürde. Jeder, der schon einmal im Ausland war, nur über unzureichende oder selbst über fortgeschrittene Sprachkenntnisse verfügt, jedoch Fachtermini und Umgangssprache nicht interpretieren kann, weiß, wovon die Rede ist. Vergleichsweise kleine Herausforderungen können zu unüberbrückbaren Hindernissen werden.

Internationale Personalvermittlungen wie die TTA Personal GmbH haben daher ein Netzwerk zu lokalen Agenturen aufgebaut, die sich dieser Problematik annehmen und dadurch das Angebot einer internationalen Personalvermittlung ergänzen können. Schon von Beginn an wird die Zufriedenheit des Arbeitnehmers sichergestellt. Denn nur zufriedene Mitarbeiter bleiben. Dieser Aspekt ist besonders bei internationalen Vermittlungen relevant, da es sich hierbei um Personen handelt, die in so genannten Mangelberufen arbeiten oder sehr spezielle Anforderungsprofile mitbringen, bzw. in Märkte stoßen, in denen es deutschen Unternehmen zunehmend schwerer fällt, geeignetes Personal zu finden. Damit sich dieser Mehraufwand lohnt, müssen zusätzliche Anstrengungen unternommen werden. Internationale Personalvermittlungen sind daher aufwändiger, da sie mehrere Prozesse integrieren müssen: Vorauswahl geeigneter Mitarbeiter, die Organisation von Sprachkursen, die Auswahl der Bewerber und der Transfer nach Deutschland oder in die Schweiz bis hin zur Organisation des Alltages im Zielland. Die Perspektive des Bewerbers rückt stärker in den Mittelpunk als bei deutschen Bewerbern. Die Berücksichtigung dieser Belange hat eine erhebliche Auswirkung auf die Erfolgsaussichten einer internationalen Personalvermittlung. In Zeiten einer schwerer werdenden Fachkräftegewinnung bewirbt sich das Unternehmen auch beim Bewerber, dessen Wohlbefinden eine neue Qualität bei der Einstellung erhält. Seine Bedürfnisse müssen ernst genommen werden.

„Die Entscheidung, aus beruflichen Gründen in ein anderes Land zu gehen, bedeutet für einen ausländischen Arbeitnehmer bereits eine große Veränderung. Der damit verbundene Wohnsitzwechsel aus dem Heimatland nach Deutschland bringt darüber hinaus weitere umfangreiche Planungs- und Organisationsaufgaben mit sich“, so Frau Haase, Geschäftsführerin  des Relocation Service Escaminal. Laut ihrer Einschätzung stellen sich für den zukünftigen Arbeitnehmer und seine Familie viele Fragen bei der Ankunft in Deutschland. Neben der Orientierung am Zielort stellt sich die Frage, wie man in seinem neuen Umfeld besser zurecht kommt, wie können wertvolle Kontakte oder Netzwerke aufgebaut werden in einer noch schwierigen Sprache? Gibt es Unternehmen, die internationalen Umzüge durchführen? Ein professioneller Dienstleister kann diese und noch mehr Fragen beantworten und hierzu Lösungsmöglichkeiten anbieten, die den Einstieg nicht nur in das Berufsleben, sondern auch in den deutschen Alltag erleichtern.

Wenn die Einstellung erst geschafft ist und die ersten Hürden überwunden sind, werden aus internationalen Personalvermittlungen Erfolgsgeschichten. Denn eine Heterogenität im Unternehmen ist mitnichten ein Wettbewerbsnachteil. Im Gegenteil, die von der Unternehmensberatung McKinsey in Auftrag gegeben Studie zum Thema Diversity zeigt, dass sich die Rentabilität in Unternehmen steigert, wenn sie vielfältiger und internationaler aufgestellt sind. Zumal kann die qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland bis zu 15% der Fachkräftelücke schließen: Seit 2008 gibt es in Deutschland einen negativen Migrationssaldo. Würde es ab 2015 gelingen, die langfristig historische Zuwanderung von 200.000 Personen pro Jahr zu 50% oder sogar 100% zu realisieren, entspräche dies 2025 einem Fachkräftepotenzial von 0,4 bis 0,8 Mio.

Darüber hinaus zeigen Ergebnisse aus dem Produktionssektor, dass sich die Produktivität um bis zu 15% steigern lässt, wenn man auf internationale Teams zurückgreifen kann. Durch die breitere Aufstellung und die Erweiterung durch andere Sichtweisen werden andere Lösungsansätze erarbeitet. Je internationaler ein Team, so die Studie, umso lösungsorientierter und damit erfolgreicher sind die Ergebnisse.

TTA – internationale Personalvermittlung in Medizin und Pflege – seco

seco Bewilligung

Basel, den 10.09.2014. Der Personaldienstleister TTA vermittelt spanische Pflegekräfte und Ärzte in die Schweiz. Der in Berlin und Granada ansässige Personaldienstleister hat sich auf die Vermittlung von Pflegekräften aus Spanien spezialisiert. Das internationale Team von TTA blickt bereits auf mehrere Personalvermittlungen in Deutschland zurück. Da auch in der Schweiz ein hoher Bedarf an Pflegepersonal existiert, hat der Personaldienstleister TTA seine Aktivitäten in die Schweiz ausgeweitet. In Kooperation mit Schweizer Personalvermittlern verfügt TTA seit dem 01. August 2014 über die seco-Bewilligung zur internationalen Personalvermittlung. Der spanische Geschäftsführer Vicente Milán: „Um in die Schweiz vermitteln zu dürfen, war es wichtig, Schweizer Kooperationspartner zu finden, die über die seco-Bewilligung verfügen.“

Das spanische Studium der Pflegewissenschaften beinhaltet die gleichen Lernfelder wie in der Schweiz und hat durchschnittlich 3862,5 Theoriestunden, 136 Credit Points. Sämtliche Differenzierungsbereiche werden während des Studiums abgedeckt. Durch den vergleichbaren Stundenanteil und Professionalisierungsgrad sind beide Berufstitel dem Schweizer Abschluss diplomierte/r Pflegefachfrau, -mann funktional gleichgestellt. Nach Abschluss der berufsvorbereitenden Sprachkurse verfügen die spanischen Pflegekräfte über die Sprachkompetenz B2. Die Anerkennung erfolgt über das Schweizer Rote Kreuz. Das spanische Medizinstudium dauert sechs Jahren und schließt mit dem Titel „grado en medicina“ ab. Mit 360 Credit Points und 9.000h befindet sich das Studium im Europäischen Hochschulraum und erfüllt die gleichen Voraussetzungen wie in der Schweiz. Mit der Sprachkompetenz Be erhalten die spanischen Ärzte die Approbation ihrer Berufstitel.

Als Marktführer in der Vermittlung von spanischen Pflegekräften entwickelt TTA Personalkonzepte hinsichtlich der Anforderungen an Qualifikation und Sprache. Mit mehr als 90% aller verfügbaren Ärzte und Pflegekräfte vermittelt der Personaldienstleister TTA medizinisches Personal in Schweizer Kliniken und Spitäler. Der deutsche Geschäftsführer Oliver Nordt: „Wir organisieren und begleiten die gesamte Personalvermittlung von der Vorauswahl über den Arbeitsbeginn bis zur Anerkennung der Berufstitel in der Schweiz.“

TTA – Erwerbslosigkeit von Pflegekräften in Spanien

Erwerbslosigkeit von Pflegekräften in Spanien

Im Verlauf der Finanzmarktkrise gerät Spanien mitsamt dem Bankensektor unter Druck. In der Folge wird es abhängig von europäischen Sicherungsmaßnahmen, den so genannten Euro-Rettungsfonds, die mit Bürgschaften aus den öffentlichen Haushalten abgesichert werden. Das europäische Finanzierungsmodell zur Rekapitalisierung der spanischen Banken sieht eine drastische Ausgabenkürzung vor. Gleichzeitig wird der spanische Arbeitsmarkt flexibilisiert. Die Ursachen, die zur Finanz- und Arbeitsmarktkrise geführt haben, sollen überwunden und damit die Wettbewerbsfähigkeit wiederhergestellt werden. In den Jahren 2001-2007, in denen übermäßig viel ausländisches Kapital nach Spanien fließt, ensteht der Bauboom, der durch die zusätzliche Bereitstellung neuen Baulandes zu Zuwachsraten in der Bauwirtschaft von über 10% und zu einem Anstieg der Immobilienpreise von nahezu 12% führt. In dieser Zeit, der so genannten El-Dorado-Dekade, wächst die Bevölkerung Spaniens um über 4 Mio auf insgesamt 46 Mio Menschen an. Spanien ist damit der Staat in der EU, der am stärksten wächst. Neben Immobilieninvestoren und Glücksrittern sind es häufig Menschen aus dem Maghreb und Zentralafrika, die eine Beschäftigung in der Bauwirtschaft finden. Dort werden bis 2007 überdurchschnittlich hohe Löhne gezahlt, die einen Sog auf die Einwanderung und auf andere Berufsgruppen innerhalb Spaniens ausüben. Der Anteil an Beschäftigten im Bausektor, die keine Berufsausbildung in der Bauwirtschaft aufweisen, wird höher (vgl. hierzu: Heribert Dieter: Nach der El-Dorado-Dekade, Spaniens Weg in die Krise und die heutige gefährliche Rettungspolitik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin 2012, S. 2ff.).

Im Jahr 2008, nach dem Platzen der Immobilienblase, verlieren viele Beschäftigte im Bausektor ihren Arbeitsplatz. Die Einnahmen in den privaten Haushalten sinken und viele Hypotheken können nicht mehr bedient werden. Zur Stabilisierung des Bankensystems setzt sich die Austeritätspolitik in der Europäischen Union durch, die eine Ausgabenkürzung im öffentlichen Bereich vorsieht. Da sich zunehmend weniger Geld im Wirtschaftskreislauf befindet, verschärft sich die Situation auf dem spanischen Arbeitsmarkt. Im Januar 2014 erreicht die Erwerbslosigkeit ihren vorläufigen Höchststand von 27%. Besonders stark betroffen sind erwerbsfähige Personen über 50 und unter 25 Jahren, bei denen die Erwerbslosenquote auf über 50% ansteigt. Bei den Jugendlichen erreicht sie im Januar 2014  nahezu 57%. Auch wenn viele Jugendliche akademisch gebildet sind und selbst im MINT-Bereich über zwei abgeschlossene Studien verfügen, erhalten Sie kaum eine Beschäftigung.

Stellvertretend für die Situation auf dem spanischen Arbeitsmarkt, steht das Gesundheitssystem, das in besonderer Weise den Sparbemühungen der spanischen Regierung unterliegt. Seit dem Jahr 2008 finden kaum noch Neueinstellungen statt. Beispielsweise in Valencia versammeln sich im Juli 2013 mehr als 16.000 Krankenpfleger, die sich auf 500 Plätze im öffentlichen Dienst bewerben. Die Auswahlwahrscheinlichkeit liegt bei 3,1%. Die spanische Gewerkschaft der Pflegeberufe SATSE sagt für die nächsten Jahre keine Besserung der Beschäftigungssituation voraus. Im Gegenteil, in einer Ende 2014 veröffentlichten Studie geht man von einem zusätzlichen Anstieg der Erwerbslosigkeit aus. Im Jahr 2018, so SATSE, sollen davon bis zu 75.000 Pflegekräfte betroffen sein. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des spanischen Fernsehens rtve sind mittlerweile 80% aller Jugendlichen bereit, unabhängig von der Bezahlung und dem Arbeitsort, jede Art von Beschäftigung anzunehmen (vgl. hierzu: rtve: telediario vom 12.01.2014, 21:00 Uhr). In Bezug auf die Pflege führt diese Erwerbslosigkeit zu einer starken Auswanderung von spanischen Pflegekräften nach Deutschland und in die Schweiz. Hier erhalten sie die Möglichkeit, eine angemessene Beschäftigung aufzunehmen.

TTA – Ausländische Pflegekräfte nach Deutschland

Vermittlung Pflegekräfte

Über den Fachkräftemangel in der Pflege und über die Möglichkeiten, ausländisches Pflegepersonal nach Deutschland zu rekrutieren, wurde an dieser Stelle hinlänglich berichtet. Wie Die Welt berichtet, liegen mittlerweile Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) vor, nach denen sich der prozentuale Anteil ausländischer Pflegekräfte (Altenpflege) in deutschen Pflegeeinrichtungen verändert. Während 2013 die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit deutschem Pass nur um 5,1 Prozent anstieg, stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der EU-Ausländer um 19,8 Prozent an. Den Großteil der 19,8 Prozent stellen spanische Pflegekräfte, die aufgrund der Arbeitsmarktkrise in Spanien seit dem Jahr 2012 vermehrt nach Deutschland auswandern. Unter den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Altenpflegern aus Drittstaaten betrug der Zuwachs 13,5 Prozent, so dass sich das Verhältnis von deutschen und nicht-deutschen Pflegekräften verändert. Vor allem in ländlichen Gebieten fällt es den Personalabteilungen schwer, Personal mit deutschem Pass zu rekrutieren, so dass Pflegeeinrichtungen zunehmend ihr Pflegepersonal aus dem europäischen Ausland oder aus Drittstaaten rekrutieren.

In der Berufsgruppe der Krankenpfleger, Rettungsdienstmitarbeiter und Geburtshelfer hat die Beschäftigung von EU-Ausländern etwas geringer zugenommen. Hier verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit einen Zuwachs von 12,6 Prozent und von Ausländern aus Drittstaaten ein Plus von 5,0 Prozent. Die Beschäftigung von deutschen Staatsbürgern legte im Vergleichszeitraum um 1,3 Prozent zu. Über alle Berufsgruppen hinweg ist das Beschäftigungsplus unter Drittstaaten-Ausländern mit 2,5 Prozent deutlich geringer. Unter EU-Ausländer betrug es 11,7 Prozent, unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit deutschem Pass betrug es 0,7 Prozent.

Die Zahl ausländischer Pflegekräfte nimmt prozentual zu. Es lässt sich aber auch beobachten, dass die Anzahl an Pflegekräften mit deutschem Pass zunimmt, nur eben geringer: der Gesundheitssektor boomt. Der Boom schlägt sich in der steigenden Anzahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nieder und kann derzeit nur durch die Rekrutierung ausländischer Pflegekräfte kompensiert werden. Der in Berlin und Granada ansässige Personaldienstleister TTA Personal GmbH hat hierzu ein Vermittlungskonzept erstellt, um spanische Fachkräfte in den deutschen und Schweizer Arbeitsmarkt zu integrieren.

TTA – Migration von spanischen Fachkräften nach Berlin LaNA

Das Forschungsprojekt „Langzeitanalyse Neue Arbeitsmigration“ (LaNA) untersucht im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Integrationsprozesse spanischer und italienischer Fachkräfte und Einwanderer in Berlin. Die ersten Umfrage-Ergebnisse dieser Studie stehen nun zur Verfügung. Der Minor e. V. und das IQ Netzwerk Berlin lädt zu einem Workshop über die Zwischenergebnisse des Projektes ein.

Die Studie erforscht die Fragen, welche Erfahrungen die neu in Deutschland angekommenen Fachkräfte aus Medizin, Transport- und Ingenieurwesen u.a. machen, welche Unterstützungs-, Beratungs-, und Informationsangebote die Fachkräfte nutzen und wie sie diese bewerten. In der umfangreichen Online-Umfrage von über 700 Einwanderern werden die Teilnehmer/-innen an zwei verschiedenen Zeitpunkten über ihre Erfahrungen befragt, um erstmals auch die Entwicklung der Verbleibsabsichten der „neuen Arbeitsmigrant/-innen“ erfassen zu können. Hierin liegt das Besondere im Vergleich zur ersten Generation von Einwanderern aus den 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Damals gingen die Einwanderer hauptsächlich in gering qualifizierte Beschäftigungsverhältnisse mit der Absicht, in absehbarer Zeit ins Herkunftsland zurückzukehren. Durch die veränderte Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte hat sich die Zielgruppe von italienischen und spanischen Arbeitsmigrant/-innen im Hinblick auf Erwartung an das Aufnahmeland verändert, insbesondere was die Jobperspektive anbelangt. Wanderte man früher aus reiner wirtschaftlicher Not und mit geringer Qualifizierung  aus, so kommt die heutige Zielgruppe mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem Studium nach Deutschland.

Der Workshop „Neue Arbeitsmigration in Berlin – Herausforderungen und Chancen für die Integrationsarbeit“ findet am 6. November 2014, 10:00-15:00 bei der WIPA GmbH, Schottstr. 6, 10365 Berlin, großer Saal, 1. Stock statt. Es können sich bis zu zwei Vertreter einer an Vermittlungsprozessen beteiligten Einrichtungen wie Vereine, gemeinnützige und staatliche Organisationen sowie Personaldienstleister registrieren. Die Teilnehmer/-innen sollten nach Möglichkeit Erfahrung in der Beratungs- bzw. Unterstützungsarbeit mit Migrant/-innen und Fachkräften haben. Anmeldung sind bis zum 20.10.2014 über die Veranstaltungswebseite möglich.