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TTA – Personalvermittlung in der Pflege

Medizinisches PersonalAm 13. und 14.März 2014 fand in der Urania Berlin die Messe „Gesundheit als Beruf“ statt – eine Jobmesse der Gesundheitswirtschaft in Berlin und Brandenburg. Führende Unternehmen und Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft stellten ihre Konzepte zur Personalrekrutierung vor, unter ihnen auch TTA Personal.

Neben Informationen über verschiedene Formen der Personalgewinnung und Informationen über Ausbildungs- und Studienangebote lag einer der Schwerpunkte auf der Vermittlung von Pflegekräften. Die Personalvermittlung in der Pflege TTA informierte Interessierte an seinem Stand über den Fachkräftebedarf in Deutschland und über die Rekrutierung von Pflegekräften aus Spanien und erläuterte dabei die Besonderheiten des spanisches Pflegepersonals.

Zudem hielten die Geschäftsführer Vicente Milán und Oliver Nordt einen Vortrag, in dem sie das Konzept von TTA und bereits erfolgreich realisierte Projekte vorstellten. Sie erläuterten während ihrer Unternehmenspräsentation, dass sie als Personaldienstleister die Möglichkeiten der Rekrutierung von spanischem Pflegepersonal kennen und bei der Organisation von Sprachkursen, der Anerkennung der Berufstitel und dem Transfer nach Deutschland behilflich sind. Sie begleiten den gesamten Personalvermittlungsprozess von der Vorauswahl bis zum Arbeitsbeginn der Pflegekräfte in deutschen Unternehmen.

Das Publikum nahm den Vortrag sehr gut auf und reagierte mit positiver Resonanz und interessierten Fragen. 

Personalvermittlung in der Pflege

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TTA – Pflegekräfte aus dem Ausland

Medizinisches PersonalDer Markt für Pflegepersonal ist seit Jahren so leer, dass die meisten Kliniken und Pflegeeinrichtungen keine Stellenanzeigen mehr schalten. Die Not ist so groß, dass vor allem Krankenhäuser alle Register ziehen, um neues Pflegepersonal zu gewinnen. Wenn die Ressource der ausgebildeten Pflegekräfte knapp wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Gewinnung von Pflegepersonal.

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung spricht im Jahr 2013 folgende Empfehlung aus: „Um dem demografisch bedingten Rückgang der Erwerbsbevölkerung entgegenzuwirken, sind mehrere Lösungsansätze denkbar: Der frühere Eintritt in das Erwerbsleben, der spätere Austritt aus der Erwerbsphase, eine Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit sowie der Zuzug von ausländischen Arbeitskräften.“

Es gab immer wieder Initiativen, Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen: In den 60er Jahren kamen die Pflegekräfte aus Korea, in den 90er Jahren aus Polen. Nun kommen die Gesundheits- und Krankenpfleger aus dem südeuropäischen Raum: Die Wirtschaftskrise sorgt für ein starkes Motiv, nach Deutschland auszuwandern.

Auch wenn Deutsch als schwierige Fremdsprache gilt, herrscht ein Run auf private und staatliche Sprachschulen: Die Kurse an den Goethe-Instituten und staatlichen Sprachenschulen E.O.I. sind ausgebucht. In ihnen befinden sich ausreisebereite Ärzte und Gesundheits- und Krankenpfleger. Die deutsche Regierung bietet darüber hinaus Eingliederungshilfen für europäische Fachkräfte an. Die Bundesagentur für Arbeit legt das Sonderprogramm MobiPro EU auf, das sich an europäische Fachkräfte aus Engpassberufen wendet, zu denen auch Pflegekräfte und Ärzte gehören. Dem medizinischen Personal ist mittlerweile bekannt, dass Deutschland einen hohen Fachkräftebedarf im Gesundheitssektor aufweist.

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TTA – Attraktivität der Pflegeberufe

Medizinisches PersonalWenn der Anteil Hochbetagter steigt, nehmen Krankheiten wie Demenz und altersbedingte Depressionen zu, die in enger Beziehung zur Hochaltrigkeit stehen. Die Veränderung der Krankheitsbilder, die mit steigendem Aufwand behandelt werden, erhöhen die Verweildauer in den Krankenhäusern und in den stationären Pflegeeinrichtungen. Diese Tendenz steht jedoch im Widerspruch zum Wirtschaftlichkeitsgebot und der gesetzlich festgeschrieben Kostenbudgetierung im Gesundheitsbereich. Verteilungskämpfe sind die Folge, die sich meist zu Ungunsten der Pflegeberufe gestalten: „Im Krankenhaus sind die Krankenpflegekräfte als das schwächste Glied im Personalbereich anzusehen. Da die Personalkosten im Krankenhaus besonders hoch sind, werden weitere Personaleinsparungen von Seiten der bürokratisch-orientierten Krankenhausverwaltungen insbesondere den pflegerischen Bereich betreffen. Dies verstärkt nicht nur den Personalmangel, sondern der Kostendruck wird die ganze Krankenhausorganisation zu Ungunsten des krankenpflegerischen Bereiches verändern.“ Da in Krankenhäusern bis zu 61% und in Pflegeeinrichtungen bis zu 80% der Gesamtkosten durch das Personal verursacht werden, bleiben nach der Optimierung von Arbeitsprozessen, der Senkung von Fixkosten und dem Einsatz automatisierter Behandlungsverfahren nur noch zwei wirtschaftliche Stellschrauben übrig: Stellenabbau bei gleichzeitiger Absenkung der Vergütung; die Anforderungen an das Personal verdichten sich, so dass weniger Pflegekräfte bei schlechterer Bezahlung einer größer werdenden Anzahl von immer älter werdenden Patienten gegenüberstehen.

Diese Entwicklung bleibt nicht ohne Folgen für die Arbeitszufriedenheit und die Attraktivität der Pflegeberufe. Die Bezahlung stellt dabei einen wesentlichen Einflussfaktor dar. Sie ist der Anreiz für die Wahl bzw. für den Ausstieg aus einem Beruf: „Das Sozialprestige eines Berufes in unserer Gesellschaft wird wesentlich mitbestimmt von der Höhe der Vergütung“. Hinzu kommt ein Wertewandel in Bezug auf die Berufswahl. Die jüngere Generation verfügt über ein verändertes Bildungsverhalten. Sie strebt eine höhere Allgemeinbildung an und wählt Berufe, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Die Berufstätigkeit erhält eine sinnstiftende Funktion; die Bedeutung von Freizeit, persönlicher Selbstverwirklichung und materieller Unabhängigkeit wächst; der Begriff der Work-Life-Balance steht stellvertretend für diesen Wertewandel. Wenn man diesen Wertewandel in Beziehungen zu den Entwicklungen im Pflegebereich setzt, muss die Attraktivität der Pflegeberufe im Gesundheits- und Krankenwesen zwangsläufig abnehmen. Bereits im Jahr 1990 werden 2000 Pflegekräfte im Rahmen einer vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung in Auftrag gegebenen Studie zu Ihren Arbeitsbelastungen befragt.

Belastungsmerkmal sind unter anderem: unzureichende Personalbesetzung, ungünstige Dienstzeiten, Ausführung pflegefremder Tätigkeiten und niedriger Stellenwert der Krankenpflege in der Gesellschaft. Das gesellschaftliche Bewusstsein von Gesundheit und Medizin wandelt sich und damit die Beziehung zwischen Anbietern und Nachfragern von Gesundheitsdienstleistungen: „Die emanzipatorischen Bedürfnisse des Patienten kollidieren mit der Intensität der pflegerischen Arbeit im Krankenhaus. Der gesellschaftliche Wertewandel und die Individualisierung der Lebenslagen verändert die Anspruchshaltung an die öffentlichen Leistungen des Gesundheitssystems. Der Patient erwartet ein umfassendes Eingehen auf seine physischen und psychischen Bedürfnisse. Diese ganzheitliche Versorgung erscheint für einen Großteil der Patienten als eine selbstverständliche pflegerische Gegenleistung, für die er im Rahmen eines wertorientierten Sozialversicherungssystems bezahlt hat.“

Die Vorstellungen von Behandlung und Pflege als einer wertorientierten Dienstleistungen widerspricht der Kostenbudgetierung in der Gesundheitsversorgung. Die Erwartungshaltung, dass BeitragszahlerInnen in den Behandlungs- und Pflegezentren eine „hotelähnliche Versorgung“ erhalten, muss zwangsläufig zu Enttäuschungen führen, für die häufig die Pflegekräfte verantwortlich gemacht werden.

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