Schlagwort-Archive: Studium

TTA – Hochschulabschluss von Pflegekräften beeinflusst die Sterberate in Krankenhäusern

Studium der spanischen Pflegewissenschaften im internationalen Vergleich

Laut Studie des englischen Fachblattes „The Lancet“ hat der Anteil akademisierter Pflegekräfte Einfluss auf die Sterberate von Patienten. Die Studie hat im Hinblick auf die Sterberate nach gängigen Operationen 300 Krankenhäuser in neun europäischen Ländern verglichen. Das internationale Forscherteam kommt zu dem Ergebnis, dass in Krankenhäusern mit mehrheitlich akademisierten Pflegepersonal die Mortalität geringer ist als in Krankenhäusern, in denen das Pflegepersonal über keinen Universitätsabschluss verfügt. Eine weitere Studie stützt die Ergebnisse des englischen Fachjournals: Je höher der Anteil an Pflegekräften mit Hochschulabschluss, so das „International Journal of Nursing Studies“, umso niedriger ist die Sterberate von Patienten.

Vor dem Hintergrund der Qualitätssicherung ist auch im deutschen Gesundheitswesen ein Trend zur Akademisierung festzustellen. Durch die Ausdifferenzierung der Gesundheitsberufe und die Einführung von Master- und Bachelor-Studiengängen wird seit dem Jahr 2005 an der Albert-Ludwigs-Universität der Bachelor of Science in den Pflegewissenschaften angeboten. Die Universität in Freiburg ist damit eine der ersten medizinischen Fakultäten. Im Jahr 2005 sind es bundesweit noch 500 Studenten, die im Studiengang Pflegewissenschaften eingeschrieben sind. Deren Anzahl hat sich im WS 2014/2015 auf mehr als 8.500 gesteigert. Die Akademisierung schreitet voran und geht mit einer Kompetenzerweiterung in der Pflege einher, so wie man sie aus Spanien kennt: dort stellt der Arzt die Diagnose, den Rest erledigt das Pflegefachpersonal. Über die Qualitätssteigerung hinaus lässt sich ein Einsparpotenzial für Kliniken und Pflegeeinrichtungen erzielen. Die Kompetenzerweiterung in den Pflegeberufen verringert die Anzahl der kostenintensiveren Ärzte. Deutschland hat im Vergleich zu Staaten, in denen die Pflegeberufe über einen Hochschulabschluss verfügen, einen höheren Anteil an Ärzten. Der Personalschlüssel würde sich zu Gunsten der Pflegekräfte verändern: Eine Kostenersparnis, die in deutschen Kliniken nicht einfach zu kommunizieren ist, da sich in den Aufsichtsräten und medizinischen Fakultäten kaum Pflegekräfte, aber viele Mediziner befinden, die einer Beschneidung ihrer Kompetenzen zu Gunsten von akademisierten Pflegekräften skeptisch gegenüber stehen.

Vor der generellen Einführung des „Bachelors of Science in Pflege gibt es die Möglichkeit, auf bereits akademisiertes Pflegepersonal aus Spanien zurückzugreifen. Die Arbeitsmarktkrise in Spanien  sorgt für einen Zuzug von spanischen Pflegekräften nach Deutschland und in die Schweiz. Auch wenn der sprachliche Einstieg mit Problemen verbunden ist, kann die Einstellung spanischer Pflegefachkräfte für eine sukzessive Qualitätssteigerung in der Pflege und in der Folge zu einer Senkung der Sterberate in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen führen. Das spanische Studium der Pflegewissenschaften besitzt eine enge Verzahnung zwischen Forschung und Pflege. Seit 2012 schließen spanische Pflegekräfte ihr Studium nach vier Jahren ab. Die Stundenanzahl liegt bei durchschnittlich 6150h mit insgesamt 240 Credit Points. Die Kompetenz spanischer Pflegekräfte befindet sich auf der Augenhöhe von deutschen Assistenzärzten.

TTA – Spanische Pflegekräfte in Berlin

Pflegekräfte in Berlin Die Hauptstadt ist bei Spaniern beliebt, die nicht nur wegen der derzeitigen Arbeitsmarktkrise nach Berlin kommen, sondern auch wegen der kulturellen Vielfalt, des Nachtlebens und der immer größer werdenden spanischen Gemeinde.

TTA Personal hat bereits mehrere Personalvermittlungsprojekte in und um Berlin durchgeführt. Die Pflegekräfte fühlen sich in dem städtischen Ambiente wohl und können sich eine längerfristige Zukunft in der Metropole vorstellen. Es bestehen Querverbindungen zu Deutschen, deutschen Arbeitgebern und zu Sprachschulen und viele Pflegekräfte verfügen bereits über die Sprachkompetenz B2: Die Kommunikation auf Deutsch und die Pflegedokumentation werden immer selbstverständlicher. Darüber hinaus sind die spanischen Pflegekräfte bei den Patienten sehr beliebt.

www.tta-personalmedizin.de

TTA – Anerkennung von spanischem Pflegepersonal

Studium spanische PflegekräfteDer Berufstitel einer spanischen Pflegekraft ist funktional dem deutschen Titel Gesundheits- und KrankenpflegerIn bzw. AltenpflegerIn gleichgestellt. Damit der Titel bei den jeweiligen Landesbehörden anerkannt werden kann, bedarf es der Sprachkompetenzstufe B2 auf Deutsch. Verordnungen hierüber werden von den jeweiligen Landesbehörden und den zuständigen Ministerien erlassen. In der Zeit vor der Anerkennung können die Pflegekräfte bereits als Pflegehilfskraft arbeiten und in Bayern als Fachkraft in Anerkennung.

Das bedeutet für den Freistaat Bayern, dass die spanische Pflegekraft bereits vor der formalen Anerkennung die rechtlichen Voraussetzungen einer Pflegefachkraft erfüllt. Innerhalb von sechs Monaten nach Aufnahme der Beschäftigung muss der Nachweis der deutschen Sprachkompetenzstufe B2 eingereicht werden, andernfalls verliert die Fachkraft in Anerkennung ihren Status als Pflegefachkraft. Es besteht nach der Sechsmonatsfrist die Möglichkeit, den Nachweis über die Sprachkompetenz nachzureichen, so dass die spanische Pflegekraft wieder den Status einer anerkannten Pflegefachkraft erhält. (vgl. hierzu: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen: Vollzug des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes (PfleWoqG) sowie der hierzu erlas- senen Rechtsverordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes (AVPfleWoqG) für den Bereich der Pflege, München 10.5.2013, S. 15ff.)

www.tta-personalmedizin.de

TTA – Studium spanischer Pflegekräfte auf höchstem Niveau

TTA Personal MedizinDie spanische Ausbildung zur/zum Gesundheits- und KrankenpflegerIn ist vollständig akademisiert und hat bis 2008 drei Jahre gedauert, Abschluss: ‚diplomado en enfermería’. Im Zuge des Bologna-Prozesses zur Schaffung eines einheitlichen Hochschulraumes ist 2008 die Studienzeit auf vier Jahre erhöht worden und trägt seitdem den Titel ‚grado en enfermería’. Das Studium beinhaltet die gleichen Lernfelder wie in der deutschen Ausbildung und hat mit durchschnittlich 4050 h ein Drittel mehr Theoriestunden. Sämtliche Differenzierungsbereiche können während des Studiums abgedeckt werden. Durch den höheren Stundenanteil und Professionalisierungsgrad sind beide Titel dem deutschen Abschluss Gesundheits- und KrankenpflegerIn funktional gleichgestellt.

Das fachliche Niveau verhält sich komplementär zu den höher werdenden Anforderungen im Krankenhausalltag: „Die Technisierung des Krankenhauses erhöht die Intensität und Qualität der krankenpflegerischen Arbeit. Zum einen erfordert eine komplizierte Technik einen hohen Wissensstand der Krankenpflegekräfte. Für die pflegerische Stationsarbeit ist ein hohes und sich ständig veränderndes Wissen erforderlich, um die komplizierten Geräte bedienen und neue Therapieformen durchführen zu können.“ Auf diese Anforderungen reagiert das spanische Studium seit 2008 mit einer Erhöhung der Studienzeit auf vier Jahre. Der Geschäftsführer der Kliniken Beelitz bemerkt zur fachlichen Eignung: „Wir sind sehr zufrieden mit ihrer Arbeit und der Qualität ihrer Ausbildung. Uns war das Niveau der spanischen Pflegekräfte zwar schon während der Auswahlgespräche in Spanien bewusst, hier vor Ort zeigen sie jedoch ihre wahre Stärke: Sie sind mindestens genauso gut wie ihre deutschen Kollegen, wenn nicht sogar besser.“ Der Berufstitel einer spanischen Pflegekraft ist funktional dem deutschen Titel Gesundheits- und KrankenpflegerIn bzw. AltenpflegerIn gleichgestellt. Damit der Titel bei den jeweiligen Landesbehörden anerkannt werden kann, bedarf es der Sprachkompetenzstufe B2 auf Deutsch. Verordnungen hierüber werden von den jeweiligen Landesbehörden und den zuständigen Ministerien erlassen. In der Zeit vor der Anerkennung können die Pflegekräfte bereits als Pflegehilfskraft arbeiten und in Bayern als Fachkraft in Anerkennung.

www.tta-personalmedizin.de