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TTA – Pflegekräfte aus dem Ausland

Medizinisches PersonalDer Markt für Pflegepersonal ist seit Jahren so leer, dass die meisten Kliniken und Pflegeeinrichtungen keine Stellenanzeigen mehr schalten. Die Not ist so groß, dass vor allem Krankenhäuser alle Register ziehen, um neues Pflegepersonal zu gewinnen. Wenn die Ressource der ausgebildeten Pflegekräfte knapp wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Gewinnung von Pflegepersonal.

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung spricht im Jahr 2013 folgende Empfehlung aus: „Um dem demografisch bedingten Rückgang der Erwerbsbevölkerung entgegenzuwirken, sind mehrere Lösungsansätze denkbar: Der frühere Eintritt in das Erwerbsleben, der spätere Austritt aus der Erwerbsphase, eine Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit sowie der Zuzug von ausländischen Arbeitskräften.“

Es gab immer wieder Initiativen, Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen: In den 60er Jahren kamen die Pflegekräfte aus Korea, in den 90er Jahren aus Polen. Nun kommen die Gesundheits- und Krankenpfleger aus dem südeuropäischen Raum: Die Wirtschaftskrise sorgt für ein starkes Motiv, nach Deutschland auszuwandern.

Auch wenn Deutsch als schwierige Fremdsprache gilt, herrscht ein Run auf private und staatliche Sprachschulen: Die Kurse an den Goethe-Instituten und staatlichen Sprachenschulen E.O.I. sind ausgebucht. In ihnen befinden sich ausreisebereite Ärzte und Gesundheits- und Krankenpfleger. Die deutsche Regierung bietet darüber hinaus Eingliederungshilfen für europäische Fachkräfte an. Die Bundesagentur für Arbeit legt das Sonderprogramm MobiPro EU auf, das sich an europäische Fachkräfte aus Engpassberufen wendet, zu denen auch Pflegekräfte und Ärzte gehören. Dem medizinischen Personal ist mittlerweile bekannt, dass Deutschland einen hohen Fachkräftebedarf im Gesundheitssektor aufweist.

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TTA – Attraktivität der Pflegeberufe

Medizinisches PersonalWenn der Anteil Hochbetagter steigt, nehmen Krankheiten wie Demenz und altersbedingte Depressionen zu, die in enger Beziehung zur Hochaltrigkeit stehen. Die Veränderung der Krankheitsbilder, die mit steigendem Aufwand behandelt werden, erhöhen die Verweildauer in den Krankenhäusern und in den stationären Pflegeeinrichtungen. Diese Tendenz steht jedoch im Widerspruch zum Wirtschaftlichkeitsgebot und der gesetzlich festgeschrieben Kostenbudgetierung im Gesundheitsbereich. Verteilungskämpfe sind die Folge, die sich meist zu Ungunsten der Pflegeberufe gestalten: „Im Krankenhaus sind die Krankenpflegekräfte als das schwächste Glied im Personalbereich anzusehen. Da die Personalkosten im Krankenhaus besonders hoch sind, werden weitere Personaleinsparungen von Seiten der bürokratisch-orientierten Krankenhausverwaltungen insbesondere den pflegerischen Bereich betreffen. Dies verstärkt nicht nur den Personalmangel, sondern der Kostendruck wird die ganze Krankenhausorganisation zu Ungunsten des krankenpflegerischen Bereiches verändern.“ Da in Krankenhäusern bis zu 61% und in Pflegeeinrichtungen bis zu 80% der Gesamtkosten durch das Personal verursacht werden, bleiben nach der Optimierung von Arbeitsprozessen, der Senkung von Fixkosten und dem Einsatz automatisierter Behandlungsverfahren nur noch zwei wirtschaftliche Stellschrauben übrig: Stellenabbau bei gleichzeitiger Absenkung der Vergütung; die Anforderungen an das Personal verdichten sich, so dass weniger Pflegekräfte bei schlechterer Bezahlung einer größer werdenden Anzahl von immer älter werdenden Patienten gegenüberstehen.

Diese Entwicklung bleibt nicht ohne Folgen für die Arbeitszufriedenheit und die Attraktivität der Pflegeberufe. Die Bezahlung stellt dabei einen wesentlichen Einflussfaktor dar. Sie ist der Anreiz für die Wahl bzw. für den Ausstieg aus einem Beruf: “Das Sozialprestige eines Berufes in unserer Gesellschaft wird wesentlich mitbestimmt von der Höhe der Vergütung”. Hinzu kommt ein Wertewandel in Bezug auf die Berufswahl. Die jüngere Generation verfügt über ein verändertes Bildungsverhalten. Sie strebt eine höhere Allgemeinbildung an und wählt Berufe, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Die Berufstätigkeit erhält eine sinnstiftende Funktion; die Bedeutung von Freizeit, persönlicher Selbstverwirklichung und materieller Unabhängigkeit wächst; der Begriff der Work-Life-Balance steht stellvertretend für diesen Wertewandel. Wenn man diesen Wertewandel in Beziehungen zu den Entwicklungen im Pflegebereich setzt, muss die Attraktivität der Pflegeberufe im Gesundheits- und Krankenwesen zwangsläufig abnehmen. Bereits im Jahr 1990 werden 2000 Pflegekräfte im Rahmen einer vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung in Auftrag gegebenen Studie zu Ihren Arbeitsbelastungen befragt.

Belastungsmerkmal sind unter anderem: unzureichende Personalbesetzung, ungünstige Dienstzeiten, Ausführung pflegefremder Tätigkeiten und niedriger Stellenwert der Krankenpflege in der Gesellschaft. Das gesellschaftliche Bewusstsein von Gesundheit und Medizin wandelt sich und damit die Beziehung zwischen Anbietern und Nachfragern von Gesundheitsdienstleistungen: „Die emanzipatorischen Bedürfnisse des Patienten kollidieren mit der Intensität der pflegerischen Arbeit im Krankenhaus. Der gesellschaftliche Wertewandel und die Individualisierung der Lebenslagen verändert die Anspruchshaltung an die öffentlichen Leistungen des Gesundheitssystems. Der Patient erwartet ein umfassendes Eingehen auf seine physischen und psychischen Bedürfnisse. Diese ganzheitliche Versorgung erscheint für einen Großteil der Patienten als eine selbstverständliche pflegerische Gegenleistung, für die er im Rahmen eines wertorientierten Sozialversicherungssystems bezahlt hat.“

Die Vorstellungen von Behandlung und Pflege als einer wertorientierten Dienstleistungen widerspricht der Kostenbudgetierung in der Gesundheitsversorgung. Die Erwartungshaltung, dass BeitragszahlerInnen in den Behandlungs- und Pflegezentren eine „hotelähnliche Versorgung“ erhalten, muss zwangsläufig zu Enttäuschungen führen, für die häufig die Pflegekräfte verantwortlich gemacht werden.

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TTA – Bedarf an Pflegekräften

Medizinisches PersonalDie demografische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland hat Auswirkungen auf das Gesundheitssystem. Nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes verändert sich die Geburtenziffer seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Während sie im Jahr 1965 noch bei 2,32 liegt, unterschreitet sie im Jahr 1970 den Wert 2,0 und damit die Reproduktionsfähigkeit der Bevölkerung. Derzeit liegt die Geburtenziffer bei 1,39. Das bedeutet eine kontinuierliche Verringerung der Bevölkerungszahl. Die schrumpfende Bevölkerung wird durch den medizinischen Fortschritt hingegen immer älter, so dass sich das Verhältnis von Hochbetagten zur Gesamtbevölkerung verändert. Die Bundesregierung gibt im Jahr 2013 eine Studie in Auftrag, die die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur untersucht: „Auch wenn mit der steigenden Lebenserwartung die Lebensjahre in Gesundheit zunehmen, wird es zukünftig immer mehr hochbetagte Senioren geben. Während ihr Anteil im Jahr 1871 noch unter 1 % lag, gehören heute bereits mehr als 5 % der Bevölkerung zu dieser Altersgruppe und bis zum Jahr 2060 wird mit einem Anstieg auf 14 % gerechnet. Das heißt, jeder Siebente wäre in Deutschland im Jahre 2060 mindestens 80 Jahre alt. Damit wäre der Anteil 80-Jähriger und Älterer nur geringfügig niedriger als der der unter 20-Jährigen.“ In absoluten Zahlen ausgedrückt „leben heute in Deutschland über vier Millionen Menschen, die älter als 80 Jahre sind.“ Im Jahr 2050 steigt diese Zahl auf ungefähr 10 Millionen Menschen an, was einen tiefgreifenden Wandel des Pflegebedarfs und einen hohen Bedarf an Pflegekräften ausmachen dürfte: „Gegenwärtig gelten etwa 2,3 Millionen Menschen in Deutschland als pflegebedürftig im Sinne des XI. Sozialgesetzbuches. Folgt man den Status-quo-Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, dürfte diese Zahl innerhalb der nächsten beiden Jahrzehnte um die Hälfte auf etwa 3,4 Millionen wachsen.“

Dieser Wandel in der Bevölkerungsentwicklung verändert die Rahmenbedingungen in der Pflege, da nicht nur der Anteil der Pflegebedürftigen zunimmt, sondern gleichzeitig auch der Anteil derjenigen, der ohne familiäre Bindung ist. Auch wenn die Pflege älterer Menschen noch zum Großteil von zumeist weiblichen Familienangehörigen geleistet wird, verringert sich dieses traditionelle Pflegepotential in den nächsten Jahrzehnten zu Ungunsten der öffentlichen Gesundheitssysteme. Derzeit werden noch 2/3 aller Pflegebedürftigen von Familienangehörigen versorgt. Die traditionellen Familienstrukturen aber, in denen Frauen als Töchter, Schwiegertöchter, Ehefrauen und Mütter die Hauptlast der Familienpflege tragen, lösen sich zunehmend auf, weshalb der Bedarf an Pflegekräften steigt. Zum einen hat sich der Anteil der berufstätigen Frauen erhöht und damit die familiären Pflegeleistungen verringert. Zum anderen verringert der Geburtenrückgang die Möglichkeit, dass Kinder die Pflege ihrer Eltern überhaupt noch in Anspruch nehmen können. Darüber hinaus lässt sich ein Wandel der Arbeitswelt betrachten, der zunehmende Mobilität von der erwerbstätigen Bevölkerung abverlangt. Das Modell der vier- bis fünfköpfigen Familie, in der ein zumeist männlicher Alleinverdiener an einem Ort 45 Jahre beschäftigt ist, verändert sich zugunsten einer individualisierten Gesellschaft, in der Frauen und Männer gleichermaßen an unterschiedlichen Orten in immer kürzeren Beschäftigungsverhältnissen erwerbstätig sind. Die berufliche Emanzipation von Frauen mit einer einhergehenden Mobilität der Arbeitswelt insgesamt führt zur Auflösung von traditionellen Familienstrukturen; familiäre Versorgungsleistungen verringern sich und damit der „intergenerationelle Unterstützungskoeffizient“.

Dieser Koeffizient zeigt das familiäre Unterstützungspotenzial. Das heißt, in welchem Verhältnis ältere Menschen in Zukunft mit der Pflege durch Jüngere rechnen können bzw. in welcher Form dieses Potenzial bei steigender Lebenserwartung abnimmt. Er setzt die Zahl der Menschen ab 80 Jahren ins Verhältnis zur Größe der nachfolgenden Generation zwischen 50 und 64 Jahren – also der Generation der Söhne und Töchter der ab 80-Jährigen. „Vor allem nach 2020, wenn die geburtenstarken Jahrgänge aus der Altersgruppe der bis 65-Jährigen ausscheiden, wird die zahlenmäßige Relation zwischen den Hochbetagten und ihrer Kindergeneration immer ungünstiger werden.“ Das bedeutet für die Zukunft, dass ein geringer werdendes familiäres Unterstützungspotenzial mitsamt den Veränderungen in der Arbeitswelt und dem parallel dazu verlaufenden Wertewandel in der Gesellschaft dazu führen werden, dass immer mehr Pflegebedürftige auf immer weniger pflegende Angehörige hoffen dürfen.

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TTA – Studium spanischer Pflegekräfte auf höchstem Niveau

TTA Personal MedizinDie spanische Ausbildung zur/zum Gesundheits- und KrankenpflegerIn ist vollständig akademisiert und hat bis 2008 drei Jahre gedauert, Abschluss: ‚diplomado en enfermería’. Im Zuge des Bologna-Prozesses zur Schaffung eines einheitlichen Hochschulraumes ist 2008 die Studienzeit auf vier Jahre erhöht worden und trägt seitdem den Titel ‚grado en enfermería’. Das Studium beinhaltet die gleichen Lernfelder wie in der deutschen Ausbildung und hat mit durchschnittlich 4050 h ein Drittel mehr Theoriestunden. Sämtliche Differenzierungsbereiche können während des Studiums abgedeckt werden. Durch den höheren Stundenanteil und Professionalisierungsgrad sind beide Titel dem deutschen Abschluss Gesundheits- und KrankenpflegerIn funktional gleichgestellt.

Das fachliche Niveau verhält sich komplementär zu den höher werdenden Anforderungen im Krankenhausalltag: „Die Technisierung des Krankenhauses erhöht die Intensität und Qualität der krankenpflegerischen Arbeit. Zum einen erfordert eine komplizierte Technik einen hohen Wissensstand der Krankenpflegekräfte. Für die pflegerische Stationsarbeit ist ein hohes und sich ständig veränderndes Wissen erforderlich, um die komplizierten Geräte bedienen und neue Therapieformen durchführen zu können.“ Auf diese Anforderungen reagiert das spanische Studium seit 2008 mit einer Erhöhung der Studienzeit auf vier Jahre. Der Geschäftsführer der Kliniken Beelitz bemerkt zur fachlichen Eignung: „Wir sind sehr zufrieden mit ihrer Arbeit und der Qualität ihrer Ausbildung. Uns war das Niveau der spanischen Pflegekräfte zwar schon während der Auswahlgespräche in Spanien bewusst, hier vor Ort zeigen sie jedoch ihre wahre Stärke: Sie sind mindestens genauso gut wie ihre deutschen Kollegen, wenn nicht sogar besser.” Der Berufstitel einer spanischen Pflegekraft ist funktional dem deutschen Titel Gesundheits- und KrankenpflegerIn bzw. AltenpflegerIn gleichgestellt. Damit der Titel bei den jeweiligen Landesbehörden anerkannt werden kann, bedarf es der Sprachkompetenzstufe B2 auf Deutsch. Verordnungen hierüber werden von den jeweiligen Landesbehörden und den zuständigen Ministerien erlassen. In der Zeit vor der Anerkennung können die Pflegekräfte bereits als Pflegehilfskraft arbeiten und in Bayern als Fachkraft in Anerkennung.

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TTA – Personalmangel in der Pflege

Medizinisches PersonalDurch die weit in die Gesellschaft hineinreichenden Entwicklungen in der Pflege interessieren sich zunehmend weniger Menschen für die Berufe des Altenpflegers und des Gesundheits- und Krankenpflegers. Die Pflegeberufe erscheinen nicht attraktiv genug. Neben der geringer werdenen Anzahl an Berufseinsteigern leiden diese Berufsgruppen an einem internen Problem: Die 1997 veröffentlichte Studie von Becker und Meifort kommt zu dem Ergebnis, dass nach fünf Jahren nur noch 20% der ausgebildeten AltenpflegerInnen in ihrem Beruf tätig sind. Weitere 20% sind in einen anderen Beruf gewechselt, 10% haben ein Studium aufgenommen und 50% haben die Berufstätigkeit entweder aufgegeben oder sind erwerbslos geworden. Somit zählt die Berufsgruppe der Altenpfleger mit zu derjenigen, die am frühesten aus ihrem Beruf ausscheidet.

Auch wenn sich die Situation in der Berufsgruppe der Gesundheits- und Krankenpfleger etwas besser darstellt – hier geht man von einem durschnittlichen Berufsaustieg nach sieben Jahren aus – prägen Begriffe wie Pflegenotstand oder Fachkräftemangel die öffentliche Diskussion: Wenn man der Argumentation des Geschäftsführers Bernd Meurer vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste BPA folgt, kommen auf drei freie Stellen ein Bewerber, was einen Personalmangel in der Pflege von bis zu 120.000 Personen in der Bundesrepublik Deutschland bedeuten würde. Allerdings werden hierbei wichtige Daten außer Acht gelassen, beispielsweise, dass viele Pflegebedürftige zu Hause von Familienangehörigen gepflegt würden und insofern keine oder nur geringe professionelle Hilfe benötigten.

Überträgt man den Begriff des Fachkräftemangels auf andere Berufsgruppen, kommt Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zu folgender Schlussfolgerung: „Für einen aktuell erheblichen Fachkräftemangel sind in Deutschland kaum Anzeichen zu erkennen. Dies ergibt sich sowohl aus der aktuellen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt als auch aus der Situation bei der akademischen und betrieblichen beruflichen Ausbildung. Zudem sind die Löhne – ein Indikator für Knappheiten auf dem Markt – bei den Fachkräften in den letzten Jahren kaum gestiegen. Auch in den nächsten fünf Jahren ist angesichts stark gestiegener Studentenzahlen noch nicht damit zu rechnen, dass in technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern ein starker Engpass beim Arbeitskräfteangebot eintritt“.

Wenn man Parallelen zu den Pflegeberufen zieht, kommt man zu der Schulssfolgerung, dass ein Fachkräftemangel schon deshalb nicht vorliegen kann, weil die Löhne – „Indikator für Knappheit auf dem Markt“ – in der Pflege zu niedrig sind, bzw. kaum steigen, denn „immer dann, wenn Knappheiten drohen oder entstehen, stellen sich automatisch Anpassungsreaktionen ein. Das zeigt sich beispielsweise in denjenigen Ländern, die seit langem ein weitaus höheres Beschäftigungsniveau als Deutschland vorweisen. Werden Fachkräfte knapp, steigen die Löhne.“

Jedoch sind die Möglichkeiten in einer durch Kostenbudgetierung gekennzeichneten Gesundheitswirtschaft geringer, die Attraktivität durch Lohnanpassung zu steigern, weil die mit den Kommunen ausgehandelten Pflegesätze eine höhere Bezahlung kaum zulassen. Sicherlich hat der Bundesverband BPA ein nachvollziehbares Interesse, die Lohnstruktur gering zu halten, jedoch, wenn man sich die Stellenanzeigen im pflegerischen Bereich anschaut, kommt man nicht umhin, einen massiven Fachkräftemangel in der Pflege festzustellen, der, je weiter man in den Süden geht, umso massiver ausfällt.

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TTA – Gewinnung von Pflegekräften

TTA Personal MedizinSpanische Pflegekräfte und Ärzte sehen derzeit keine Zukunft auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Das Gesundheitssystem leidet an Sparmaßnahmen, die zu Entlassungen des Pflegepersonals und einem Einstellungsstopp von Ärzten und Krankenpflegern geführt haben. Ausgangspunkt ist die Finanzmarktkrise. Spanien gerät mitsamt dem Bankensektor unter dem Druck der internationalen Finanzmärkte. In der Folge wird es abhängig von europäischen Sicherungsmaßnahmen, die mit Bürgschaften aus den öffentlichen Haushalten der Mitgliedstaaten abgesichtert werden. Das Finanzierungsmodell zur Rekapitalisierung der spanischen Banken sieht eine drastische Ausgabenkürzung im öffentlichen Bereich bei gleichzeitiger Flexibilisierung des Arbeitsmarktes vor. Die Ursachen der Finanz- und Arbeitsmarktkrise sollen überwunden und die Wettbewerbsfähigkeit wiederhergestellt werden.

In den Jahren 2001-2007, in denen übermäßig viel ausländisches Kapital nach Spanien fließt, ensteht der Bauboom, der durch die Bereitstellung neuen Baulandes zu Zuwachsraten in der Bauwirtschaft von über 10% und zu einem Anstieg der Immobilienpreise von nahezu 12% führt. In dieser Zeit, der so genannten El-Dorado-Dekade, wächst die Bevölkerung Spaniens um über 4 Mio auf 46 Mio Menschen an und ist damit der Staat in der EU, der am stärksten wächst. Neben Immobilieninvestoren und nordeuropäischen Pensionären sind es Menschen aus Südamerika, Afrika und Osteuropa, die nach Spanien auswandern. Viele finden eine Beschäftigung in der Bauwirtschaft, in der bis 2007 überdurchschnittliche Löhne gezahlt werden. Das Gehaltsniveau übt auch einen Sog auf andere Berufsgruppen innerhalb Spanien aus.

Im Jahr 2008, nach dem Platzen der Immobilienblase, verlieren mehr als 30% der Fachkräfte im Baugewerbe ihren Arbeitsplatz. Die von der EU geforderte Ausgabenkürzung im öffentlichen Bereich verschärft zusätzlich die Situation auf dem Arbeitsmarkt und führt zu einer Erwerbsslosigkeit von über 27%. Pflegepersonal wird entlassen und freigewordene Stellen kaum durch neue Ärzte und Pflegekräfte besetzt. Besonders stark betroffen sind erwerbsfähige Personen über 50 und unter 25 Jahren, bei denen die Erwerbslosenquote auf über 50% ansteigt. Bei den Jugendlichen erreicht sie im Januar 2014 den Höchststand von nahezu 57%. Auch wenn das medizinische Personal akademisch gebildet ist und teilweise über zwei abgeschlossene Studien verfügt, erhält es keine Erwerbsarbeit.

Allein in Valencia versammeln sich im Juli 2013 mehr als 16.000 Krankenpfleger, die sich auf 500 Plätze im öffentlichen Dienst bewerben. Die Auswahlwahrscheinlichkeit liegt bei 3,1%. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des spanischen Fernsehens tve sind mittlerweile 80% aller Jugendlichen bereit, unabhängig von der Bezahlung und dem Arbeitsort, jede Art von Beschäftigung anzunehmen. Durch diese Perspektivlosigkeit ist die Bereitschaft gestiegen, in die europäischen Mitgliedstaaten, insbesondere nach Deutschland auszuwandern: bis Mai 2013 sind es fast 30.000 Menschen, darunter medizinisches Personal, das eine langfristige Perspektive in deutschen Krankenhäusern sucht. Deutschland ist aufgrund seiner geringen Erwerbslosenquote von 5,6% ein Beschäftigungsmagnet.

Dem medizinischen Personal ist mittlerweile bekannt, dass Deutschland einen hohen Fachkräftebedarf im Gesundheitssektor aufweist.

Die deutsch-spanische Personalvermittlung TTA schließt die Lücke zwischen dem Fachkräftebedarf in deutschen Krankenhäusern und den Pflegekräften aus Spanien. Sie hat sich im Bereich der Gewinnung von Pflegekräften und medizinischem Personal zur Aufgabe gemacht, Fachkräfte aus Spanien nach Deutschland zu vermitteln. Durch die Organisation von Reisen, Sprachkursen und dem Integrationsprozess in deutschen Klinken, gelingt es, die Zufriedenheit der Pflegekräfte zu erhöhen; ein nachhaltiger Vermittlungsprozess kann sichergestellt werden: Die Gewinnung von medizinischem Personal aus Spanien ist eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel in deutschen Klinik en entgegenzuwirken.

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